Frühstart-Rente: Fondshäuser machen Druck auf die Bundesregierung
Frankfurt. Die Fondsanbieter Union Investment und Vanguard fordern von der Bundesregierung, dass die vereinbarte Frühstart-Rente schnell vorangetrieben und umgesetzt wird. Union und SPD hatten vereinbart, dass der Staat ab 2026 jedem Kind zwischen sechs und 18 Jahren monatlich zehn Euro in ein privatwirtschaftlich organisiertes Depot einzahlt.
„Mit dem Start zum 1. Januar dürfte es schwierig werden“, sagte Hans Joachim Reinke, Chef des genossenschaftlichen Fondshauses Union Investment, dem Handelsblatt. Abgesehen vom Koalitionsvertrag habe er noch keine Details gesehen. „Wir werden alles dafür tun, dass die Frühstart-Rente so schnell wie möglich kommt“, betonte Reinke.
Er sieht den Plan der Koalition dabei als guten Startpunkt und fordert, dass die Frühstart-Rente durch private Einzahlungen und eine Kopplung an eine reformierte Riester-Rente ergänzt wird.
Fabian Behnke, der beim Fondshaus Vanguard strategische Partnerschaften in Deutschland verantwortet, hält den Start zum Jahreswechsel ebenfalls nicht für ausgemacht. Bisher liege noch kein konkretes Konzept vor. „Wir haben große Sorge, dass die Frühstart-Rente nach hinten geschoben wird“, sagte Behnke. Je früher die Idee umgesetzt werde, desto besser.