1. Startseite
  2. Meinung
  3. Kommentare
  4. Kommentar: Die Schizophrenie der Aktienmärkte

KommentarDie Schizophrenie der Aktienmärkte

Selbst eine Eskalation wie die US-Attacke auf Venezuela bringt die Märkte nicht aus der Ruhe. Trotz aller Risiken geben sich Analysten und Strategen einhellig optimistisch. Das ist gefährlich.Michael Maisch 05.01.2026 - 17:22 Uhr
Artikel anhören
Die Wall Street in New York. Viele Analysten fürchten heftigere Kursschwankungen, aber vor Verlusten warnt kaum ein Experte. Foto: Bloomberg

Mit dem Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat Donald Trump eine neue geopolitische Krise entfacht – als gäbe es davon nicht bereits genug. An den Aktienmärkten scheint das jedoch kaum Eindruck zu hinterlassen. Trotz der zusätzlichen Risiken, die das aggressive Vorgehen des US-Präsidenten mit sich bringt, reagieren Investoren gelassen: Der deutsche Leitindex Dax erreichte am Montag einen neuen Rekord, und auch die Wall Street startete mit einer neuen Höchstmarke in die Woche.

Diese Entwicklung passt zur Zuversicht, mit der Aktienstrategen ins neue Jahr blicken. Selten waren sich Analysten und Wertpapierexperten so einig, dass die Aussichten an den Börsen freundlich bleiben. Zugleich warnen viele der großen Häuser jedoch vor zunehmender Unsicherheit und heftigeren Kursschwankungen. Das wirkt widersprüchlich – und diese Schizophrenie deutet darauf hin, dass sich an den Märkten Spannungen aufgebaut haben, die sich jederzeit entladen könnten.

Im Schnitt erwarten die großen Banken und Vermögensverwalter bis Ende Dezember einen Anstieg des US-Leitindexes S&P 500 um elf Prozent, es wäre das vierte Jahr in Folge mit Kursgewinnen im zweistelligen Prozentbereich an der Wall Street. Besonders bemerkenswert: In allen Jahresausblicken, die der Informationsdienst Bloomberg ausgewertet hat, werden Kursgewinne prognostiziert.  Außerdem liegen die Jahresziele für den S&P-500-Index so eng beieinander wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr. Zwischen der höchsten Prognose und der tiefsten beträgt die Spanne lediglich 16 Prozent.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt