Kommentar: Jetzt ist der zweitbeste Zeitpunkt, um Aktien zu kaufen

Wer auf den Dax-Chart der vergangenen zwölf Monate mit seinen nun 25.000 Punkten blickt, erkennt neben dem neuerlichen Rekord einen scharfen Rücksetzer. Als US-Präsident Donald Trump im Frühjahr vergangenen Jahres seinen „Liberation Day“ verkündete, was die Verhängung neuer Zölle bedeutete, brach der Dax ein. Investoren sorgten sich über negative Auswirkungen auf die Konzerngewinne. Der Dax fiel binnen weniger Tage um zehn Prozent.
Die Sorgen waren berechtigt, und auch jetzt gibt es gute Argumente dafür, Aktien zu verkaufen. Erstens schmälern Zölle die Konzernerträge. Waren und Dienstleistungen verteuern sich, sofern die Unternehmen nicht komplett die Mehrausgaben übernehmen. Die Produkte werden damit weniger wettbewerbsfähig.
Denselben Effekt hat der aufwertende Euro. Europäische Produkte verteuern sich zusehends im Dollar-Raum und werden dadurch weniger erschwinglich, also schwerer verkäuflich. Reihenweise berichteten die Dax-Konzerne über Einbußen aufgrund der Währungsschwankungen.
Trotzdem war es im vergangenen Frühjahr wieder einmal die beste Strategie, nicht zu verkaufen, sondern den Rückschlag auszusitzen und sogar zum Nachkaufen zu nutzen. Bereits Ende April war die Delle ausgestanden, und im Mai markierte der Dax neue Rekorde.