Wohnungsmangel: Bis 2040 fehlen 277.000 Wohnheimplätze für junge Menschen
Düsseldorf. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für junge Menschen bleibt hoch: Bis 2040 fehlen hierzulande mehr als 200.000 Wohnheimplätze für Studierende und rund 77.000 für Auszubildende. Das zeigt eine Analyse, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und des Bundesbauministeriums erstellt hat.
Derzeit gibt es hierzulande rund 241.000 öffentlich geförderte Wohnheimplätze für Studierende und 20.000 für Auszubildende. Der Bestand hat sich in jüngster Zeit trotz des hohen Bedarfs nicht signifikant verändert: Private Betreiber haben laut Studie ihre Angebote in den vergangenen drei Jahren nur leicht ausgebaut, kommunale Träger in erster Linie in Modernisierungen investiert und gemeinnützige Betreiber ihre Bestände kaum erweitert.
Um mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen zu schaffen, empfehlen die Autorinnen und Autoren, die entsprechenden Förderprogramme von Bund und Ländern zu verstetigen. Seit 2023 fördert der Bund über das Programm „Junges Wohnen“ den Bau von Wohnheimplätzen mit 500 Millionen Euro pro Jahr. Ab 2027 soll der Betrag laut Bauministerin Verena Hubertz (SPD) verdoppelt werden.