Tool der Woche - Baufinanzierung: Wie Sie beim Bauen steigenden Zinsen ausweichen
Eigentümer sollten sich frühzeitig um eine Anschlussfinanzierung kümmern.
Foto: obsDüsseldorf. Baugeld wird teurer. Für Baudarlehen mit zehn Jahren Zinsbindung nannte die FMH Finanzberatung am Freitagvormittag zum Beispiel einen Effektivzinssatz von 1,47 Prozent. Das ist 0,1 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Ein so geringer Prozentsatz klingt erstmal harmlos. Er macht bei zehn Jahren Laufzeit aber einen Unterschied von mehreren Tausend Euro. Bei einem Darlehen von 300.000 Euro mit drei Prozent Tilgung sind zum Beispiel allein die Zinskosten insgesamt 2500 Euro höher.
Ein guter Grund, sich die jetzt noch niedrigen Zinsen durch ein Forward-Darlehen langfristig zu sichern. Ein Forward-Darlehen ist eine besondere Form eines Darlehens. Der Darlehensnehmer bekommt die Darlehenssumme nicht sofort ausgezahlt, sondern erst nach einem vereinbarten Zeitraum. Innerhalb dieses Zeitraumes muss der Darlehensnehmer keinen Zins zahlen, kann aber dementsprechend auch nicht über die Darlehenssumme verfügen.
Die Voraussetzung, um umschichten zu können: Bei den aktuellen Baufinanzierung muss demnächst die Zinsbindung auslaufen. Gerade bei niedrigen Zinsen kann ein Forward Darlehen sinnvoll sein, wenn eine hohe Zinsentwicklung in Kürze zu erwarten ist. Würden die Zinsen sinken, wäre ein Forward-Darlehen eine teure Lösung. Die Zinsen sind momentan aber sehr niedrig und fangen gerade erst wieder an zu steigen. Dass sie steigen, liegt am US-Kapitalmarkt. Dort erzielen Staatsanleihen der Vereinigten Staaten die höchsten Renditen seit vier Jahren.