Vonovia und Co.: Warum Immobilien-Aktien massiv an Wert verlieren
Das Unternehmen versucht, sich von einem Teil seiner Immobilien zu trennen, um die Schulden zu senken.
Foto: IMAGO/Ina FassbenderDüsseldorf. Eigentlich hätte Mitte März Ruhe bei den Immobilienaktien einkehren sollen. Mit Vonovia legte der größte Wohnimmobilienkonzern Europas seine Zahlen vor und kürzte die Dividende nur um die Hälfte, während die Konkurrenz komplett auf eine Ausschüttung verzichtet, um die Bilanz zu stabilisieren.
Wenngleich viele Punkte in den Zahlen laut DZ Bank negativ klingen, „ist unsere Kernbotschaft, dass der Kurs viel Schlimmeres vorweggenommen haben sollte“. Auch Vonovia-Finanzchef Philip Grosse sah das so: „Unser Kurs preist einen Bewertungsabschlag unserer Immobilien von 30 Prozent ein, das sehe ich in keiner Weise von unseren Fundamentaldaten gedeckt.“
In den vergangenen zwei Wochen gerieten Immobilienwerte dennoch stark unter Druck. Die Vonovia-Aktie verlor fast 25 Prozent an Wert, bei der Konkurrenz sah es ähnlich aus. Seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs und den deutlichen Zinserhöhungen der Notenbanken hat die Vonovia-Aktie fast 70 Prozent nachgegeben und notiert aktuell bei rund 15 Euro, zu Hochzeiten waren es mehr als 50 Euro.