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ZinsenBaufinanzierer hoffen auf fallende Immobilienpreise

Der Zinsschock hat das Geschäft der Baufinanzierer im Herbst einbrechen lassen. Die Branche versucht nun, den Nachfrageeinbruch zu verarbeiten.Julian Trauthig 18.11.2022 - 04:00 Uhr Artikel anhören

Baufinanzierer hoffen, dass die Preise für Immobilien fallen.

Foto: imago images/blickwinkel

Düsseldorf. Die harten Fakten kommen von der Bundesbank. Auf der Euroforum-Jahrestagung Baufinanzierung machte Alexander Schulz, Leiter Risikoanalysen bei der Bundesbank, den Teilnehmern klar, wie dramatisch die Lage ist. „Seitdem wir die Banken in dieser Form seit 2003 befragen, ist die Nachfrage nach Baufinanzierungen noch nie so stark gesunken wie im dritten Quartal“, sagte er.

Reiner Lux, Geschäftsführer von VDP Research, dem Forschungsinstitut des Verbands der Pfandbriefbanken, untermauert das mit Zahlen: „Wir rechnen mit 570.000 Transaktionen in diesem Jahr, in den Jahren zuvor waren es 700.000, wir sehen also einen Rückgang von 20 bis 30 Prozent.“

Seit Jahresanfang haben sich die Bauzinsen vervierfacht, und das Geschäft der Baufinanzierer hat – nach einer kurzen Torschlusspanik mit starken Umsätzen im Frühjahr – nach den Sommermonaten stark nachgelassen. Seitdem versucht die Branche, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen und für die nächsten Monate zu rüsten. Große Akteure wie der Finanzdienstleister Hypoport haben bereits mit einem Sparprogramm und Stellenabbau reagiert.

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