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Chinesischer Finanzkonzern Ant Financial steht kurz vor dem bislang größten Börsengang des Jahres

Der Betreiber des Online-Bezahldienstes Alipay plant seinen Börsengang in Schanghai und Hongkong. Er könnte bis zu 20 Milliarden Dollar schwer werden.
20.07.2020 Update: 20.07.2020 - 18:01 Uhr Kommentieren
Nach einer Reihe kleinerer Transaktionen am Sekundärmarkt wurde der Konzern zuletzt mit über 200 Milliarden Dollar bewertet. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Ant-Financial -Mitarbeiter

Nach einer Reihe kleinerer Transaktionen am Sekundärmarkt wurde der Konzern zuletzt mit über 200 Milliarden Dollar bewertet.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Düsseldorf Der chinesische Finanzkonzern Ant Financial steht vor einem der größten Börsengänge der vergangenen Jahre. Wie der Betreiber des Online-Bezahldienstes Alipay am Montag bekanntgab, hat er die Vorbereitungen für einen gleichzeitigen Börsengang in Hongkong und an Chinas neuer Technologiebörse in Schanghai aufgenommen.

Das Fintech war 2014 von Alibaba abgespalten worden, bevor der chinesische Internetriese an die Börse ging. Alibaba-Gründer Jack Ma kontrolliert das Unternehmen aber weiterhin, das sich mit 900 Millionen Nutzern pro Jahr zu Chinas dominierendem Unternehmen für mobile Zahlungen entwickelt hat. Es bietet über seine Apps auch Kredite, Versicherungen und Vermögensmanagement an.

Kern des Ant-Angebots ist Alipay. Was ursprünglich nur eine Online-Bezahlfunktion für einen Onlineshop von Alibaba war, hat sich zu einer Lifestyle-Plattform entwickelt. Mit der Smartphone-App können Nutzer nicht nur bezahlen, sondern beispielsweise auch ein Taxi buchen, einen Tisch im Restaurant reservieren, oder sie bekommen Shoppingtipps zu Händlern in der Nähe.

Bei der letzten Finanzierungsrunde 2018 wurde Ant mit 150 Milliarden Dollar bewertet. Nach einer Reihe kleinerer Transaktionen am Sekundärmarkt wuchs die Bewertung im vergangenen Jahr auf über 200 Milliarden Dollar. Damit ist Ant neben Paypal das am höchsten bewertete Fintech-Unternehmen der Welt.

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    Dadurch wird der IPO höchstwahrscheinlich der größte Börsengang des Jahres – selbst wenn der Konzern nur einen kleinen Teil seiner Anteile verkauft. Spekuliert wird, dass Ant fünf bis zehn Prozent seiner Anteile abstößt. Den Rekord in diesem Jahr hält bislang der chinesische Onlinehändler JD.com, dessen Erstnotiz 3,9 Milliarden Dollar einbrachte. In Europa steht das niederländische Kaffee- und Teeunternehmens JDE Peet’s auf Rang eins, das mit seinem IPO 2,9 Milliarden Dollar erlöste.

    US-Großbanken sollen Börsengang begleiten

    Ant selbst nannte noch keine Details zum Zeitplan oder dem Volumen des geplanten Börsengangs. Nach Informationen der „Financial Times“ befindet man sich noch in einem frühen Stadium.

    Ant plant Insiderinformationen zufolge, mit dem IPO rund zehn Milliarden Dollar zu erlösen. Anfang Juli war noch spekuliert worden, der lange erwartete Börsengang könnte über 20 Milliarden Dollar schwer werden. Das wäre in der Nähe des Weltrekords von Saudi-Aramco gewesen: Dem Ölkonzern gelang im vergangenen Jahr mit einem Emissionsvolumen von 25,6 Milliarden Dollar der bisher größte Börsengang aller Zeiten. Zuvor hatte der Onlinehändler Alibaba mit 25 Milliarden Dollar diesen Rekord gehalten.

    Den Ant-Börsengang begleiten sollen die chinesische Investmentbank China International Capital sowie die US-Großbanken Citigroup, JP Morgan und Morgan Stanley, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Weitere Berater könnten zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden.

    Transparenz erhöhen

    Durch die Einnahmen aus dem Börsengang will Ant die Investitionen in Technologie und Innovation ausweiten, erklärte das Unternehmen. Damit möchte das Unternehmen seinem Ziel näherkommen, die Dienstleistungsbranche in China zu digitalisieren und mit Partnern globale Märkte zu erschließen.

    „Eine Aktiengesellschaft zu werden erhöht die Transparenz für unsere Anteilseigner, einschließlich Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Aktionären und Aufsichtsbehörden“, lässt sich Vorstandschef Eric Jing zitieren.

    Tatsächlich ist Transparenz ein wunder Punkt des Fintechs – bislang hat das Unternehmen noch keinen Jahresabschluss veröffentlicht. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters erwirtschaftete Ant im vergangenen Jahr einen Umsatz von umgerechnet 17 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von etwa 2,4 Milliarden Dollar. Reuters beruft sich dabei auf Finanzunterlagen, die man eingesehen habe. Ant erklärte, die Informationen seien falsch.

    Mehr: Börsengänge erholen sich langsam vom Corona-Rückschlag

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