Kapitalmärkte: Wieso chinesische Aktien an der Börse so schlecht performen
Frankfurt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt steckt schon länger im Börsentief. Während in Schwellenländern wie Indien der Kapitalmarkt boomt, befinden sich Chinas Börsen seit über drei Jahren im Bärenmarkt. Im Reich der Mitte leidet die Konjunktur vor allem unter der Immobilienkrise.
So überholte der indische Aktienmarkt im Januar erstmals die Börse in Hongkong und preschte mit einer Marktkapitalisierung von 4,33 Billionen Dollar auf dem vierten Platz weltweit vor. Zwar liegt Festland-China mit den beiden großen Märkten in Shanghai und Shenzhen immer noch auf dem zweiten Platz weltweit, hinter den USA – dennoch enttäuschten Investoren in den letzten Jahren wohl wenig Märkte so sehr wie China.
Seit den letzten Höchstständen im Herbst 2021 wurden laut Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg rund 6,3 Billionen Dollar aus chinesischen und Hongkonger Aktien abgezogen. Der Festland-Index CSI 300, der die Kursentwicklung in Shanghai und Shenzhen misst, verlor in den letzten drei Jahren fast 30 Prozent.
Der technologielastige Hongkonger Leitindex Hang Seng büßte seit 2021 gar um fast 50 Prozent an Wert ein und ist nun weniger wert als noch zur Jahrtausendwende.