Munich Re und Co.: Vielversprechende Aussichten bei den Rückversicherer-Aktien
Nach Unwetterschäden sind Rückversicherer wie die Munich Re gefragt.
Foto: dpaKöln. Die Zahl der Klimakatastrophen und Unwetterschäden steigt ebenso wie deren Ausmaße. Das bringt die Aktien von Rückversicherern stärker in das Blickfeld von Anlegern. Denn Rückversicherer sind für viele (Erst-)Versicherer die Anlaufstelle, um Risiken aus Sach- und Personen-Schäden, die sie selbst nicht tragen wollen, weiterzugeben.
Das ist zuletzt tendenziell teurer geworden, denn parallel zu den zunehmenden Schadenfällen steigen auch die Prämien. Für weiteren Rückenwind sorgt zudem die hohe Inflation, da sie die Schadensummen und Versicherungskosten weiter in die Höhe treibt und dadurch die Nachfrage nach individuellen Absicherungs-Lösungen fördert.
Ein Teilbereich, der sich derzeit deutlich verteuert, sind Cyberversicherungen. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung und Einbindung von Künstlicher Intelligenz können sich die Rückversicherer hier auf einen langfristig attraktiven Wachstumsmarkt mit attraktiven Margen einstellen.
Die Geschäftsmodelle der Rückversicherer sind stabil, ebenso wie die Dividenden. Für die Branche spricht die steigende Zahl der potenziellen Krisenszenarien – zu denen auch geopolitische Risiken zählen –, die mit entsprechenden Prämienerhöhungen einhergehen. Allerdings können die Schadenfälle dann für sie auch ziemlich teuer werden.