Anleihen: „Starkes Vertrauen“ – Hohe Nachfrage nach griechischen Bonds
Athen. Das Interesse internationaler Investoren an griechischen Staatsanleihen nimmt deutlich zu. Ausländische Anleger haben im ersten Halbjahr 2025 7,5 Milliarden Euro in die Papiere investiert. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr betrug der Zufluss zehn Milliarden. Diese Daten nennt jetzt die griechische Zentralbank. Sie interpretiert die wachsende Nachfrage nach den Papieren als „starkes Vertrauensvotum“ für den griechischen Bondmarkt.
Tatsächlich erleben die Schuldpapiere des einstigen Krisenstaates ein Comeback. Die Anleger honorieren die Erfolge der seit 2019 amtierenden konservativen Regierung bei der Haushaltskonsolidierung und beim Schuldenabbau. Die große Nachfrage nach den griechischen Bonds lässt die Kurse steigen und drückt spiegelbildlich die Renditen. Das Land kann sich heute am Markt billiger refinanzieren als Italien und Frankreich.
Fast 70 Prozent der Staatsschulden liegen bei öffentlichen Gläubigern
Die Zuflüsse in griechische Bonds könnten noch weitaus höher sein, wenn es mehr der gefragten Papiere gäbe. Aber obwohl Griechenland das EU-Land mit der höchsten Schuldenquote ist, sind griechische Staatsanleihen am Sekundärmarkt – also dem Handel mit bereits ausgegebenen Papieren – Mangelware.