Geldanlage: Was jetzt für Anleihen aus Schwellenländern spricht
Frankfurt. Wer hohe laufende Renditen sucht, hat die Wahl: Aktien mit hohen Dividendenrenditen, Hochzinsanleihen oder Zinspapiere aus Schwellenländern. Alle drei Bereiche haben ihre Risiken, was dafür spricht, nicht allein auf einen zu setzen. Expertin Anupam Damani beobachtet: „Es gibt einen Trend zu stärkerer Diversifizierung.“
Die Co-Chefin des Bereichs Schwellenländer-Anleihen bei Goldman Sachs Asset Management erklärt im Gespräch mit dem Handelsblatt, warum Anleihen aus Schwellenländern attraktiv sind: „Die erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed) im weiteren Jahresverlauf, ein potenziell schwächerer US-Dollar und eine Entspannung der globalen Finanzlage schaffen ein günstiges makroökonomisches Umfeld für Schwellenländer-Anleihen.“
Die weltweite Dominanz des Dollars sei zwar nicht ernsthaft infrage gestellt, sagt sie, auf lange Sicht erwartet sie aber einen etwas schwächeren Dollar. „Das wird die Finanzierungsbedingungen für Staaten und Unternehmen in Schwellenländern verbessern“, nennt sie einen von zwei gewichtigen Gründen, die für diese Anlageklasse sprechen.