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ETFsInvestieren wie Nancy Pelosi und Co.

Ein neuer Fonds will die Käufe von US-Politikern nachbilden. Das kann gut gehen, muss aber nicht, meint Handelsblatt-Korrespondentin Astrid Dörner. 23.06.2024 - 16:22 Uhr
Marktkolumne,119, Astrid Dörner Foto: The Associated Press

New York. Tuttle Capital Management hat an der Wall Street ein Image, das mit jenem von H&M in der Modebranche vergleichbar ist: Der Anbieter von börsengehandelten Fonds, sogenannten ETFs, springt auf Trends auf, die die Finanzwelt bewegen, und entwickelt daraus investierbare Produkte. Ähnlich wie H&M die Modetrends ausmacht und gemäß dem Prinzip von „Fast Fashion“ die neuesten Farben und Schnitte in die Shops bringt.

Tuttles jüngster Coup: ein ETF, der die Aktienkäufe von wichtigen US-Politikern abbildet. Einen entsprechenden Antrag hat Gründer Matthew Tuttle bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.

Wenn alles nach Plan läuft, soll der Fonds Ende August an amerikanischen Börsen handelbar sein. Ticker: NPEL, in Anlehnung an die demokratische Politikerin Nancy Pelosi. Die Finanzwelt verfolgt – und verspottet – den Handel der 84-jährigen Kongressabgeordneten schon lange.

Sie gilt als erstaunlich gute Anlegerin, die mit einem Profi-Investor verheiratet ist. So soll sie im vergangenen Jahr eine Rendite von 65 Prozent erzielt haben, wie das Analysehaus Unusual Whales errechnet hat. Der S&P 500 legte 2023 um 24 Prozent zu.

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