Fintech: Klarnas IPO dürfte Einzelfall bleiben – Zahltag für Investoren
Frankfurt, Berlin. Der schwedische Bezahldienst Klarna ist 20 Jahre nach der Gründung erfolgreich an der New Yorker Börse gestartet. Klarna nahm bei seinem Debüt am Mittwoch fast 1,4 Milliarden Dollar ein.
Mit einem Ausgabekurs von 40 Dollar startete das Fintech mit einer Bewertung von gut 15 Milliarden Dollar auf dem Börsenparkett. Der Ausgabekurs lag oberhalb der angepeilten Spanne von 35 bis 37 Dollar. Nach Informationen des Finanznachrichtendienstes Bloomberg war die Nachfrage deutlich höher als das Angebot. Konkurrenten wie Paypal und Affirm sind indes deutlich mehr wert.
Der erste Kurs lag mit 52 Dollar gut 30 Prozent über dem Ausgabepreis. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge haben die 20 größten US-Börsengänge in diesem Jahr am ersten Handelstag ein Plus von im Schnitt 36 Prozent erzielt. Bis Handelsende hat die Aktie 15 Prozent zugelegt.
„Wenn wir noch etwas Energie übrig haben, werden wir feiern. Aber wahrscheinlich nicht auf den Straßen von New York“, sagt Klarnas Marketingchef David Sandstrom dem Handelsblatt am Vortag des Börsengangs (IPOs). Die europäische Start-up-Branche hofft nun darauf, dass bald weitere Aspiranten dem Beispiel Klarnas folgen und eine Börsennotierung anstreben. Infolge der wenigen IPOs in den vergangenen Jahren mangelt es vielen Investoren an Liquidität, weil sie ihr Geld bislang nicht zurückbekommen haben.