Märkte: Diese Unternehmen könnten noch 2025 ihr Debüt wagen
Frankfurt. Am deutschen Markt für Börsengänge herrscht seit Monaten Flaute. Immer weniger Firmen wagen den Sprung aufs Parkett – oder ziehen zurück. So verkündeten die Eigentümer des Pharmaherstellers Stada, bisher eine der größten Börsenhoffnungen Europas, am Montag den Verkauf des Unternehmens an den Finanzinvestor Capvest.
Zuvor hatten bereits zwei andere wichtige deutsche Firmen ihre Börsengänge abgesagt: der Medizintechnikpionier Brainlab und der Werkzeugteilespezialist Autodoc. Die Oldenburgische Landesbank entschied sich schon im März gegen ein „Initial Public Offering“ (IPO) und wird stattdessen an das französische Institut Crédit Mutuel verkauft.
In anderen europäischen Staaten sieht die Bilanz ähnlich mau aus. Laut IPO-Barometer der Beratungsgesellschaft EY sank die Zahl der IPOs im ersten Halbjahr um 24 Prozent auf 51 Platzierungen. Das Emissionsvolumen erreichte gerade einmal 5,9 Milliarden Dollar, verglichen mit 14,7 Milliarden im Vorjahreszeitraum.
Viele Investmentbanker halten es für möglich, dass es im zweiten Halbjahr bergauf geht. Was die Gründe dafür sind und welche Unternehmen zu den Hoffnungsträgern gehören.