Bitcoin: Börse Stuttgart will Kryptogeschäft deutlich ausbauen
Düsseldorf. Nachdem die Börse Stuttgart mit der DZ Bank und Intesa Sanpaolo zwei prominente Kunden für den Kryptohandel gewinnen konnte, verhandelt sie nun mit weiteren institutionellen Interessenten über eine Zusammenarbeit.
Dabei will sie sich als Infrastrukturanbieter in diesem Bereich positionieren. Bislang hat die Börse Stuttgart das Wachstum bei Kryptowährungen vor allem mit ihren eigenen Retailkunden angetrieben.
„Wir sprechen mit Banken und Brokern in Europa über eine Zusammenarbeit im Kryptowährungsbereich. Zum Teil sind die Gespräche bereits weit fortgeschritten”, erklärte Matthias Voelkel, Chef der Börse Stuttgart, im Interview mit Bloomberg.
Intesa Sanpaolo, die größe Bank Italiens, hatte unlängst eine erste Bitcoin-Transaktion über die institutionelle Handelsinfrastruktur der Börse Stuttgart durchgeführt.
Bedeutender dürfte jedoch die Zusammenarbeit mit der DZ Bank werden. Sie hat mit dem IT-Dienstleister Atruvia für die rund 700 genossenschaftlichen Banken in Deutschland eine Lösung entwickelt, mit der deren Privatkunden wohl ab dem Sommer Bitcoin und andere Kryptowährungen handeln können.
Der Handel und die Verwahrung erfolgen dabei über die Börse Stuttgart. Die Entscheidung, das Handelsangebot zu starten, trifft jede Bank für sich. Voelkel hofft, dass möglichst viele Institute mitmachen.