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Bitfinex nach Hackerangriff Bitcoin-Verluste werden sozialisiert

Die bestohlene Bitcoin-Börse Bitfinex will alle Nutzer an den Verlusten des Hackerangriffs in der vergangenen Woche beteiligen. Auch nicht betroffene Konten sollen mehr als ein Drittel ihrer Einlagen verlieren.
09.08.2016 - 11:46 Uhr
Die Plattform Bitfinex wurde Angriff eines Hackerangriffs. Quelle: AP
Bitcoin

Die Plattform Bitfinex wurde Angriff eines Hackerangriffs.

(Foto: AP)

Düsseldorf Die in der vergangenen Woche bestohlene Bitcoin-Börse Bitfinex hat sich für eine Sozialisierung der Verluste des Diebstahls entschieden. Um den Betrieb der Plattform wieder aufzunehmen, sollen die Verluste auf alle Nutzer verteilt werden. Auch Nutzer, deren Konten nicht betroffen waren, verlieren dadurch rund 36 Prozent ihrer Einlagen.

Als Ausgleich sollen die Nutzer eine Art Besserungsschein erhalten. Bitfinex will ihnen eine bestimmte Anzahl der eigenen Digitalwährung „BFX“ überweisen. Diese sollen später in Anteilsscheine der Muttergesellschaft iFinex getauscht werden können.

Vom Spielgeld zum Investment
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Was sind Bitcoins?

Bitcoins sind Einheiten einer digitalen Währung. Es sind keine Scheine oder Münzen, sondern verschlüsselte Datenblöcke, die von Nutzer zu Nutzer übertragen werden. Bitcoins gibt es bereits seit 2009. Die Idee dahinter war, Geldtransaktionen nicht über eine Bank, sondern anonym und dezentral im Internet abzuwickeln.

Quelle: bitcoin.de

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Wie funktioniert das Internetgeld?

Jeder Bitcoin-Nutzer erhält einen öffentlichen und einen privaten Bitcoin-Schlüssel. Mit dem öffentlichen Schlüssel sendet und empfängt er die digitale Währung, mit dem privaten autorisiert er die Transaktionen. Die Daten werden dabei zufällig generiert, der Benutzer bleibt also anonym.

(Foto: dpa)
Unbenannt
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Wo bekomme ich Bitcoins?

Der einfachste Weg, an Bitcoins zu kommen, ist sie über eine Bitcoin-Börse zu erwerben. Etwa 60 Bitcoin-Umschlagplätze gibt es weltweit, in Deutschland sind bitcoin.de, Mt.Gox und BitMarket einige der Anbieter. Dort tauschen Menschen, die die Taler besitzen, die digitale Währung gegen reales Geld. Inzwischen können Nutzer auch über Geldautomaten Bargeld gegen Bitcoins tauschen. Die ersten stehen in  Kanada, Schweden, Finnland und in den USA.

Quelle: lamassu.is

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Wie werden Bitcoins geschöpft?

Anders als bei gewöhnlichem Geld gibt es keine Zentralbank, die Bitcoins ausgibt. Stattdessen können Nutzer mittels der eigenen Rechner Bitcoins generieren. Allerdings dauert das eine Weile: So würde ein normaler Computer für die Schöpfung von 50 Bitcoins rund ein Jahr brauchen.

(Foto: dpa)
Karte mit Automaten2
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Wo kann man mit Bitcoins bezahlen?

Der Bezahldienst Bitpay allein zählt rund 12000 Unternehmen, die Bitcoins als Zahlungsart akzeptieren, besonders viele davon in Europa und den USA.

Bitcoin im Graefekietz
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Auch einige deutsche Unternehmen nehmen die neue Währung an, etwa Cafés und Restaurants. So können Kunden derzeit bei mehr als 40 Berliner Shops mit Bitcoins bezahlen.

(Foto: dpa)
Jahreskurs1
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Warum boomt der Handel mit dem Internetgeld?

Noch vor einem Jahr waren Bitcoins so gut wie nichts wert. Ende 2013 änderte sich das: Binnen weniger Wochen stieg der Kurs schlagartig an: So war ein Bitcoin Ende November rund 731 Euro wert. Zum Vergleich: Im Januar kostete er gerade einmal elf Euro. Der Preis steigt, weil die Nachfrage nach der Währung schneller wächst als die Anzahl der Bitcoins. So hat sich die Menge von Bitcoin-Adressen seit Februar vergangenen Jahres versechsfacht.

Quelle: bitcoin.de

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin war vergangene Woche massiv gesunken, nachdem Hacker in die Tauschplattform aus Hongkong eingebrochen waren. Bei dem Einbruch seien auch Bitcoin-Beträge von Nutzerkonten gestohlen worden, erklärte Bitfinex. Die Plattform ist die fünftgrößte Börse der Welt für den Bitcoin-Handel und wurde 2013 gegründet. Insgesamt wurden Bitcoins im Gegenwert von 58 Millionen Euro entwendet. Der Bitcoin-Kurs stürzte im Vergleich zum Vorwochenwert von rund 590 Euro auf 482 Euro.

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