Brent und WTI: Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit einem Jahr
Die 100-Dollar-Marke ist in Reichweite bei den Erdölpreisen.
Foto: dpaFrankfurt. Die Ölpreise stiegen über Nacht auf die höchsten Stände seit mehr als einem Jahr und nähern sich der Marke von 100 US-Dollar. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet am Donnerstagmorgen mehr als 97 US-Dollar. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) liegt am Vormittag über 94 US-Dollar und stieg zeitweise sogar über die Marke von 95 US-Dollar – erstmals seit Sommer 2022.
Seit Anfang Juli geht es mit den Preisen nach oben, sie sind jeweils um etwa 25 Dollar gestiegen. Viele Marktteilnehmer rechnen nun damit, dass der Ölpreis über 100 Dollar steigen wird. So hat zuletzt Goldman Sachs seine Zwölf-Monats-Prognose für Brent-Rohöl von 93 US-Dollar auf 100 US-Dollar pro Barrel angehoben.
Ein knappes Angebot trifft auf eine robuste Nachfrage: Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet in der zweiten Hälfte des Jahres mit einem täglichen Angebotsdefizit von 1,24 Millionen Barrel. Die Ölallianz Opec stellt laut Bloomberg-Berechnungen für das vierte Quartal sogar ein tägliches Defizit von drei Millionen Barrel in Aussicht. Voraussetzung dafür ist, dass das aktuelle Opec-Produktionsniveau beibehalten wird. Gleichzeitig rechnet die Opec in ihrem Monatsbericht mit einem täglichen Wachstum der Ölnachfrage von 2,44 Millionen Barrel in diesem Jahr.