Digitalwährungen: US-Regulierer wollen aktivere Rolle im Krypto-Markt einnehmen
Die Kurse am Markt haben sich am Montagvormittag stabilisiert.
Foto: dpaDüsseldorf. In den USA verdichten sich die Hinweise auf eine baldige schärfere Regulierung von Kryptowährungen. Er hoffe darauf, dass die Behörden gemeinsam einen „regulatorischen Rahmen“ schaffen würden, erklärte Michael Hsu, der neue Chef der Bankenaufsicht OCC, gegenüber der „Financial Times“.
Es sei von entscheidender Bedeutung, die Aktivitäten und Ansätze zu koordinieren, sagte Hsu. Die Bereitschaft dazu sei vorhanden. Zuletzt hatte es bereits ein Treffen gegeben zwischen der beim Finanzministerium geführten OCC, der US-Notenbank Fed und dem Einlagensicherungsfonds. Man habe nicht das Ziel, Politik zu betreiben, betonte Hsu. Man wolle vielmehr konkrete Vorschläge erarbeiten, um den Kryptosektor weiterzuentwickeln.
Hsu ist erst seit wenigen Wochen als Leiter der Bankenaufsicht OCC (Office of the Comptroller of the Currency) im Amt. Zuvor arbeitete er in leitender Position für die Fed. Er gehöre zu den „talentiertesten und prinzipientreusten Regulierungsbeamten“, mit denen sie je zusammengearbeitet habe, erklärte Finanzministerin Janet Yellen kürzlich.
Nach einer kurzen Seitwärtsbewegung zogen die Kurse am Montagnachmittag wieder an. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen stieg um fünf Prozent auf 1,62 Billionen Dollar, wie aus den Daten des Analysehauses Coinmarketcap hervorgeht. Der Bitcoin notiert knapp unter 37.000 Dollar, Ethereum liegt über 2500 Dollar.