Krieg in Nahost: Irans Angriff – Steigen jetzt die Ölpreise drastisch?
Frankfurt. Die Eskalation im Nahostkrieg hat den Ölpreis seit Mittwochmorgen um in der Spitze um fast sechs Prozent in die Höhe getrieben. Ein Barrel der Rohölsorte Brent kostete zeitweise mehr als 76 US-Dollar, der Preis der US-Sorte WTI lag zwischenzeitlich bei rund 72 US-Dollar. Am Dienstagabend hatte der Iran Israel mit Raketen attackiert, Israel kündigte Vergeltung an.
Damit wird der Rohstoff wieder mit einem geopolitischen Risikoaufschlag gehandelt, denn der Nahe Osten ist für rund ein Drittel der weltweiten Ölversorgung verantwortlich. Allein der Iran, der Mitglied des Ölkartells Opec ist, fördert täglich etwa 3,3 Millionen Barrel. Das sind mehr als drei Prozent des weltweiten Ölangebots, das laut der Internationalen Energieagentur (IEA) bei 102,9 Millionen Barrel pro Tag liegt.
Würden die USA und ihre Verbündeten weitere wirtschaftliche Sanktionen gegen den Iran verhängen, die auch Öltransporte betreffen, könnten die Preise laut der Researchfirma Clearview Energy Partners um sieben Dollar pro Barrel steigen. Sollte Israel die iranische Energieinfrastruktur angreifen, seien sogar 13 Dollar vorstellbar.