Coin & Co. – Die Krypto-Kolumne: Projekt „Bison“ – Die Stuttgarter Börse greift mit einer App die Krypto-Handelsplattformen an
Bitcoin basiert auf der Idee der dezentralen Erzeugung und Überwachung.
Foto: picture alliance / Hans RinghofeFrankfurt. Wohin steuert der Bitcoin, und mit ihm die vielen anderen Kryptowährungen? Einschätzungen, Hintergründe und Anekdoten gibt es immer freitags von den Handelsblatt-Redakteuren Astrid Dörner, Felix Holtermann und Frank Wiebe in unserer neuen Krypto-Kolumne „Coin & Co.“. Heute Teil 13: Die eigene Anleger-App der Stuttgarter Börse.
Es ist ein weltweit einmaliger Schritt: Erstmals steigt ein etablierter Börsenbetreiber in den Handel mit Kryptowährungen ein. Die Börse Stuttgart, die zweitgrößte deutsche Börse nach Frankfurt, will mit einer eigenen App für Anleger den Markt aufrollen. Ihr Name: „Bison“. Geplanter Start: September 2018.
Allein die Ankündigung ist bemerkenswert. Bisher dominieren unabhängige Start-ups den Handel mit Bitcoin und Co., darunter Bitfinex aus Hongkong und Kraken aus den USA. Selbst zur Hochzeit des Krypto-Hypes im Sommer 2017 stieg keiner der etablierten Börsenbetreiber aus den USA, Europa oder Asien in das Geschäft ein.
Hierzulande gibt es sogar ein waschechtes Monopol. Privatanleger, die einen Anbieter aus Deutschland suchen, haben bisher nur einen Anlaufpunkt: Bitcoin.de. Die Herforder gelten als verlässlicher Anbieter – mit zwei Problemen.