Coin & Co. – Die Krypto-Kolumne: Was ein extrem liberaler Österreicher mit Bitcoins zu tun hat
Bitcoin basiert auf der Idee der dezentralen Erzeugung und Überwachung.
Foto: picture alliance / Hans RinghofeFrankfurt. Wohin steuert der Bitcoin, und mit ihm die vielen anderen Kryptowährungen? Einschätzungen, Hintergründe und Anekdoten gibt es immer freitags von den Handelsblatt-Redakteuren Astrid Dörner, Felix Holtermann und Frank Wiebe in unserer neuen Krypto-Kolumne „Coin & Co.“. Heute Teil 12: Was ein extrem liberaler Österreicher mit Bitcoins zu tun hat.
Er war ein Mann der Freiheit: Friedrich August von Hayek, 1899 in Wien geboren und 1992 in Freiburg im Breisgau gestorben, floh vor den Nazis nach London und lehrte dort an der angesehenen London School of Economics. Obwohl er anfänglich selbst von sozialistischen Ideen begeistert war, wurde er später nicht nur zu einem strammen Anti-Sozialisten, sondern auch zu einem Gegner jeglichen ökonomischen Machbarkeits-Wahns.
Die Idee, man könne Wirtschaft „managen“, war ihm fremd. Und damit auch die Lehren seines zeitgenössischen Kollegen John Maynard Keynes, der Politik und Geldpolitik eine wichtige Funktion bei der Wahrung des wirtschaftlichen Gleichgewichts und der Förderung des Wohlstands eingeräumt hat.