Silberpreis: Investoreninteresse an Silber schwächelt
Während physische Investments in Silber im vergangenen Jahr beliebt waren, ließ das Interesse der institutionellen Investoren hingegen nach.
Foto: dpaFrankfurt. Institutionelle Investoren zeigen derzeit nur begrenztes Interesse an Silber: Die physisch hinterlegten ETF-Silberbestände sind in den vergangenen zwölf Monaten um knapp 16 Prozent gesunken, von 880.991.935 Feinunzen Anfang Juni 2022 auf 744.333.803 Feinunzen am Mittwoch. Die Bestände gelten aufgrund ihres hohen Volumens als Trendbarometer für den Silberpreis.
Der ist im gleichen Zeitraum zwar um rund elf Prozent gestiegen, doch den vergangenen Monat beendete das Edelmetall 6,7 Prozent im Minus. „Anleger, die sich steigende Kurse erhofft hatten, müssen weiterhin Geduld aufbringen“, schreibt Stabilitas-Geschäftsführer und Edelmetallexperte Martin Siegel in einem Marktkommentar.
Der erhoffte Nachfrageschub bei den institutionellen Investoren blieb bisher aus. Privatanleger griffen bei dem Edelmetall im vergangenen Jahr aber zu, wie eine Auswertung des Vermögensverwalters Wisdom Tree zeigt. Demnach stiegen 2022 die Anlagen in Barren und Münzen, bei denen es sich hauptsächlich um Privatinvestitionen handelte, im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf einen neuen Höchststand von 332,9 Millionen Feinunzen. Demgegenüber verzeichneten ETPs, also Finanzinstrumente wie ETFs oder ETCs, die einen bestimmten Wert abbilden, Abflüsse in Höhe von elf Prozent.