Geldanlage: „Der Euro-Raum ist stabiler als je zuvor“
New York. Mohamed El-Erian hat schon viele Krisen an den Märkten verfolgt. Er war bis 2014 Vorstandschef des Anleihehauses Pimco und ist nun einer der gefragtesten Kapitalmarktexperten. Der rapide Kurseinbruch in den USA hat El-Erian dennoch überrascht. „Die Märkte haben ihre Ansichten zu Aktien, Anleihen und Devisen völlig gedreht. Ich kann nicht genug betonen, wie bemerkenswert das ist“, sagte er im Gespräch mit dem Handelsblatt. Er geht davon aus, dass die Schwächephase bei den US-Tech-Konzernen, einst die Erfolgsgaranten in jedem Portfolio, weitergehen wird.
Auf die Euro-Zone blickt er indes zuversichtlich. Die Europäische Union könnte die anstehenden Schuldenpakete ohne größere Turbulenzen stemmen, ist er überzeugt. Auch wenn er die Marktreaktion in Europa zuletzt für übertrieben positiv hält.
Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Mohamed El-Erian:
Herr El-Erian, Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten hat eigentlich Euphorie an den US-Märkten ausgelöst. Die USA schienen Europa wirtschaftlich abzuhängen, wie sich auch am Kapitalmarkt zeigte. Was ist davon übrig geblieben?
Ich habe noch nie erlebt, dass sich die Mehrheitsmeinung an den Märkten so schnell und so dramatisch ändert. Die Märkte haben ihre Ansichten zu Aktien, Anleihen und Devisen völlig gedreht. Ich kann nicht genug betonen, wie bemerkenswert das ist.