1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Märkte
  4. Marktberichte
  5. Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street schließt mit Verlusten – Kaum Erkenntnisse aus Fed-Protokollen

Dow Jones, S&P 500, NasdaqWall Street schließt mit Verlusten – Kaum Erkenntnisse aus Fed-Protokollen

Die Kurse an der Wall Street haben am Mittwoch vor dem Hintergrund der Fed-Protokolle nachgegeben. Die erst nach Börsenschluss veröffentlichten Zahlen von Nvidia machten die Anleger an den US-Börsen vorsichtig. 28.05.2025 - 23:52 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Ein Straßenschild an der New Yorker Börse. Foto: Reuters

Frankfurt. Die Indizes in den USA haben am Mittwoch an Wert verloren. Grund dafür sind neben den Fed-Protokollen auch die Zahlen des KI-Riesen Nvidia, die erst nach Börsenschluss kamen.

  • Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,6 Prozent auf 42.106 Punkte nach.
  • Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,5 Prozent auf 5890 Zähler.
  • Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 0,5 Prozent auf 19.108 Punkte ab.

Die Mitschriften der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) brachten aus Sicht der Experten keine bahnbrechenden Erkenntnisse. „Das Sitzungsprotokoll der Fed hat wirklich nichts Neues enthüllt“, sagte der Chefvolkswirt bei Spartan Capital Securities in New York, Peter Cardillo. „Es deutet im Grunde darauf hin, dass die Fed abwartet und die Linie beibehält und versucht, mehr Klarheit über den Handel zu bekommen.“ Zum Börsengeschehen sagte er: „Der Markt dreht sich heute im Kreis.“

Nvidia Aktien stiegen trotz Schwierigkeiten

Im Laufe des Tages hielten sich die Anleger zurück und warteten auf die Nvidia-Zahlen, „die sich zu einem der großen makroökonomischen Markttreiber entwickelt haben – einerseits wegen der Hebelwirkung im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) und andererseits wegen der Verknüpfungen mit dem globalen Handel“, sagte Ross Mayfield, Stratege beim Finanzdienstleister Baird.

Nvidia meldete nach Börsenschluss eine Umsatzprognose für das zweite Quartal unter den Markterwartungen. Der Konzern rechnet mit erheblichen Einbußen durch Beschränkungen für den Export seiner KI-Chips nach China. Trotz dieser Schwierigkeiten stiegen die Aktien des wertvollsten Halbleiterunternehmens der Welt im nachbörslichen Handel um drei Prozent. Der Kurs ist seit Jahresbeginn relativ unverändert geblieben. Dies steht im Gegensatz zum Vorjahr, als sich die Aktien fast verdreifachten. Vor der Veröffentlichung der Nvidia-Zahlen hatte der Chefstratege bei Bank of New York Mellon, Bob Savage, deren Bedeutung unterstrichen:

Wie sich die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) gestaltet, hat weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung des US-Aktienmarkts im Juni.

Die ebenfalls mit großer Spannung erwarteten Zahlen des SAP-Rivalen Salesforce nach Börsenschluss dürften Anleger erfreut haben. Der Konzern erhöhte seine Umsatzprognose für das kommende Jahr.

Birkenstock-Großaktionär wirft großes Aktienpaket auf den Markt

Der Finanzinvestor L Catterton trennt sich gut eineinhalb Jahre nach dem Börsengang von Birkenstock von einem weiteren, mehr als 900 Millionen Dollar schweren Aktienpaket des Sandalen-Herstellers. L Catterton biete in einem öffentlichen Angebot 15,69 Millionen Birkenstock-Aktien zum Kauf an, 1,8 Millionen könnten bei entsprechender Nachfrage noch hinzukommen, teilte das Unternehmen aus Linz am Rhein am Mittwochabend mit. Zum Schlusskurs von 54,30 Dollar an der New Yorker Börse ist das Aktienpaket 989 Millionen Dollar wert. L Catterton, hinter der unter anderem die private Vermögensverwaltung des französischen Milliardärs Bernard Arnault (LVMH) steht, hält noch 71,9 Prozent an Birkenstock. Mit der gestarteten Platzierung würde die Beteiligung auf gut 62 Prozent sinken.

Zeitgleich kündigte Birkenstock für die Zeit nach Abschluss der Platzierung einen Aktienrückkauf über bis zu 200 Millionen Dollar an. Die Papiere sollen zum gleichen Preis erworben werden, zu dem das Paket von L Catterton verkauft wird. Goldman Sachs, JP Morgan und Bank of America (BofA Securities) begleiten die beiden Transaktionen.

Wenn das komplette Paket verkauft wird, hätte L Catterton mit Birkenstock-Aktien fast 2,7 Milliarden Dollar erlöst – und hielte immer noch fast zwei Drittel des Grundkapitals. 2021 hatte die Eigentümerfamilie die Mehrheit an Birkenstock für 4,3 Milliarden Dollar an den Investor verkauft. Beim Börsengang nahm L Catterton knapp eine Milliarde Dollar ein, im Juni 2024 wurden Papiere für weitere 756 Millionen Dollar verkauft. Die Aktien hatten Wochen gebraucht, bis sie über den Ausgabepreis von 46 Dollar hinaus stiegen, inzwischen liegen sie 18 Prozent darüber.

Blick auf die Einzelwerte

Abercrombie & Fitch: Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgten unter anderem die Aktien der Modefirma Abercrombie & Fitch, die nach einem starken Geschäftsbericht um 14,7 Prozent nach oben schnellten.

Dick's Sporting Goods: Nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen, die über den Markterwartungen lagen, waren auch die Aktien des Sportartikelhändlers Dick's Sporting Goods gefragt. Die Titel des Unternehmens aus Pennsylvania legten um 1,7 Prozent zu. Dick's verzeichnete im ersten Quartal einen bereinigten Gewinn von 3,37 Dollar je Aktie, Analysten hatten im Schnitt mit nur 3,22 Dollar gerechnet. Über den Markterwartungen lag auch der Umsatz. Joe Feldman vom Analysehaus Telsey Advisory Group führte die starken Ergebnisse auf Dick's Angebot mit angesagten Schuhmarken und eigenen Kollektionen im Bereich Bekleidung zurück.

GameStop: Nach unten ging es hingegen bei GameStop. Die Aktien des Videospielhändlers konnten ihre anfänglichen Gewinne von fast 2,5 Prozent nicht halten und gaben mehr als zehn Prozent nach. GameStop hat 4710 Bitcoins für rund 513 Millionen Dollar gekauft, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht.

Verwandte Themen
Fed
Nvidia
Bank of America
Citigroup

Macy's: Die Titel der Kaufhauskette Macy's begaben sich indes auf Richtungssuche. Zuletzt lagen sie knapp im Minus. Trotz eines starken ersten Quartals hat das Unternehmen seinen Gewinnausblick für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Grund seien Belastungen durch die neuen US-Zölle. „Anders als andere Unternehmen hat Macy's seine Prognose für 2025 nicht komplett zurückgezogen, was positiv zu werten ist“, kommentierten die Experten des Finanzdienstleisters Citigroup.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt