Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street schließt nach Fed-Entscheid im Minus – Trumps Medienfirma stark gefragt
Frankfurt. Die US-Börsen haben zur Wochenmitte etwas an Boden verloren. Das wichtigste Tages-Ereignis für die Anleger, der Zinsentscheid der Notenbank, hatte nur wenig Einfluss auf die Kurse, da die Fed die Zinsen wie erwartet nicht antastete.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer mit 44.713 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,5 Prozent auf 19.632 Zähler nach, ebenso der breit gefasste S&P 500, der mit 6039 Stellen aus dem Handel ging.
Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell beließen den Leitzins am Mittwoch in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Damit endete die Senkungsserie vorerst, die im September begann und der zwei weitere Lockerungen folgten. Die Währungshüter haben angesichts der robusten Konjunktur laut Powell auch „keine Eile“, weitere Schritte einzuleiten. Zudem sei die Inflation noch „etwas erhöht“.
Damit droht die unabhängige Notenbank auf Kollisionskurs mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump zu geraten, der auf Senkungen dringt. „Die Zinspause entspricht der Erwartung der Finanzmärkte, aber nicht der von Präsident Trump“, so Ökonom Bastian Hepperle von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank. „Springt die Fed über Trumps Stöckchen, bekommt ihre Glaubwürdigkeit tiefe Kratzer. So oder so, die US-Notenbank bleibt in der Schusslinie von Präsident Trump.“