Märkte Asien: Japanischer Leitindex Nikkei verliert mehr als fünf Prozent
Tokio. Der Ausverkauf an den US-Börsen sorgte am Freitag auch in Japan für fallende Kurse. Der wichtige Nikkei-225-Index schloss mehr als fünf Prozent niedriger. Damit verlor er alle Zugewinne seit Februar dieses Jahres. Auch andere asiatische Börsen gaben direkt zu Handelsbeginn deutlich nach und holten die Verluste auch im Verlauf nicht auf.
Südkoreas Kospi-Index rutschte um rund 3,7 Prozent auf 2675 Punkte ab, Singapurs Straits-Times-Index um mehr als ein Prozent auf 3381 Punkte. Der Hongkonger Hangseng-Index sank um 2,3 Prozent auf 16.910 Punkte, der Shanghai Composite Index um 0,9 Prozent auf 2.905 Punkte. Der CSI-Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um gut Prozent auf 3.384 Punkte.
Laut der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei lasten vor allem Sorgen über eine Verlangsamung der US-Wirtschaft auf der Kaufbereitschaft der Anleger. Auch der plötzliche Höhenflug des lange schwachen Yen sorgt für Verunsicherung. Der Absturz von Toyotas Aktie spiegelt diese Entwicklung beispielhaft wider.
Am Donnerstag verbuchte der weltgrößte Autobauer zwar noch eine hohe Gewinnmarge von 11,3 Prozent für das erste Quartal seines seit April laufenden Geschäftsjahres. Grund dafür war auch der starke Yen, der das Exportgeschäft profitabler macht. Dennoch verlor die Aktie seit dem jüngsten Tiefstand des Yen am 10. Juli mehr als 20 Prozent an Wert. Allein am Freitag sackte der Kurs um mehr als vier Prozent ab, bevor er sich wieder leicht erholte.