Nikkei, Topix, CSI-300: Erleichterung oder Angst? Asiens Börsen ohne klare Richtung
Tokio, Singapur. Die Unsicherheit über die Handelspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump hat den Aktienmärkten in Fernost zugesetzt. Sowohl in China als auch in Japan schwankten die Börsen am Dienstag zwischen leichten Verlusten und Gewinnen.
„Anleger kauften Aktien, nachdem bekannt wurde, dass Trump nicht sofort Zölle auf importierte Produkte erheben würde“, sagte Hiroyuki Ueno, Stratege bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management. „Sie verkauften diese Aktien jedoch sofort wieder, als erneut bekannt wurde, dass Trump diese Zölle bald erheben wird.“ Schwankende Kurse seien auch weiterhin zu erwarten.
Vor allem in China fragten sich Börsianer, was Trumps Wirtschaftspolitik für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit sich bringen könnte. „Die Nicht-Erwähnung der Zölle auf China ist definitiv ein Stimmungsaufheller, so dass wir einen anfänglichen Sprung auf breiter Front sahen“, beschrieb Kenny Ng, Wertpapierstratege bei China Everbright Securities, die Entwicklung. Anleger blieben allerdings weiterhin nervös.
Trump kündigt Reform der Handelspolitik an
Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen notierten kaum verändert. Trump hatte zwar mit Zöllen von bis zu 60 Prozent auf chinesische Importe gedroht, diese waren aber zunächst nicht Teil der zahlreichen Dekrete, die er kurz nach seiner Vereidigung erlassen hatte.