Nikkei, Yen, Hang Seng: Asiatische Börsen kommen kaum vom Fleck
Singapur, Tokio. Die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten haben sich am Mittwoch kaum aus der Deckung getraut.
- In Tokio gab der Leitindex Nikkei rund 0,2 Prozent auf 37.751 Punkte nach.
- Der breiter gefasste Topix notierte 0,5 Prozent höher.
- In China gab die Börse Shanghai 0,1 Prozent nach.
- Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf 4009 Punkte.
Die japanische Zentralbank hatte den kurzfristigen Leitzins am Mittwoch wie erwartet unverändert bei 0,5 Prozent gelassen. Notenbankchef Kazuo Ueda bekräftigte die restriktive geldpolitische Haltung. Eine weitere Anhebung der Zinsen sei wohl nur eine Frage der Zeit, sagte Fred Neumann, Chefökonom für Asien bei HSBC.
Der nächste Schritt könne bereits im Juni erfolgen, wenn weitere Anzeichen für Lohnerhöhungen vorlägen. „Die unsicheren Aussichten für den Welthandel könnten die nächste BoJ-Zinserhöhung jedoch sogar weit in die zweite Hälfte des Jahres 2025 verschieben.“ Der japanische Yen notierte zeitweise etwas schwächer, was den exportorientierten Autowerten Auftrieb verlieh.
Auf die am Abend erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve werden Japan-Anleger nicht direkt reagieren können, da die Börsen dort am Donnerstag feiertagsbedingt geschlossen bleiben.
„Wir erwarten, dass sich Chinas Wachstumsdynamik nach einem starken Start ins Jahr 2025 abschwächt, da die US-Zölle zu greifen beginnen und die Wirkung der politischen Anreize nachlässt“, sagte Jacqueline Rong, Chefvolkswirtin für China bei BNP Paribas. Die Aktien chinesischer Unternehmen für künstliche Intelligenz fielen um 1,3 Prozent.