Super Micro Computer: Serveranbieter verschiebt Bericht – Aktie bricht ein
New York. Der US-Serveranbieter Super Micro Computer hat die Einreichung seines Jahresberichts verschoben und damit die Aktie einbrechen lassen. Die Papiere des kalifornischen Unternehmens rutschten an der Wall Street am Mittwoch um 25 Prozent ab.
In der Spitze fällt die Aktie unter die Marke von 400 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Juni. Damit sind ihre Gewinne im Zuge des Booms rund um die Künstliche Intelligenz (KI) mehr oder weniger zunichtegemacht.
Super Micro teilte mit, es brauche mehr Zeit, um die „Wirksamkeit der internen Kontrollen“ über seine Finanzberichterstattung zu bewerten. Vorwürfe des US-Leerverkäufers Hindenburg hatten die Aktie bereits am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Das US-Analyseunternehmen hatte nach eigenen Angaben eine Short-Position – also eine Wette auf einen fallenden Aktienkurs – auf die Papiere eingenommen. Hintergrund sei eine „Manipulation der Konzernbilanz“.
Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Behauptungen im Hindenburg-Bericht nicht unabhängig überprüfen. Super Micro lehnte eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab, und Hindenburg reagierte nicht sofort auf eine Bitte um einen Kommentar über den verschobenen Bericht.