Rohstoffaktien: Was der Abschwung für Lithium-Aktien und Kupfer-Aktien bedeutet
Europa ist rohstoffarm - der Kontinent muss sich die Versorgung mithilfe von Bündnispartnern sichern.
Foto: ReutersZürich. Der Ausbau von Elektromobilität, Windkraft und Stromtrassen benötigt große Mengen von Metallen wie Kupfer, Lithium oder Seltenen Erden. Doch an den Aktienkursen der Produzenten dieser Rohstoffe lässt sich das aktuell nicht ablesen: Viele Titel notieren auf Jahressicht deutlich im Minus.
IGO, ein mittelgroßer Kupfer- und Nickelproduzent, hat seit Anfang Januar rund 17 Prozent verloren. Der Lithiumförderer Livent hat 14 Prozent verloren. Und für MP Materials, einen der wenigen börsennotierten Produzenten von Seltenen Erden in den USA, ging es sogar 37 Prozent abwärts.
Rohstoffaktien: China-Lockdowns belasteten Nachfrage nach Lithium, Kupfer und Co.
Die Preisschwäche bei Kupfer, Nickel, Eisenerz und Co. lastet auf den Minenwerten. Die Rezessionssorgen an den Märkten sorgen für hohe Mittelabflüsse bei Rohstofffonds. Insbesondere die Lockdowns in China lasteten auf der Rohstoffnachfrage, sagt Marco Schächtle, Portfoliomanager bei dem auf Rohstoffinvestments spezialisierten Vermögensverwalter Konwave. „Minenaktien sind noch stärker gefallen als die Metallpreise.“ Das liege an der für die Anlageklasse typischen Hebelwirkung. Die Aktien der Minenkonzerne schwanken meist stärker als die Preise der Rohstoffe, die sie fördern.