Geldanlage: Mehr als 20 Prozent Rendite mit Steuertrick möglich
Frankfurt. Zum Jahresende können Wertpapier-Anleger ihre Rendite aufbessern. Der Fiskus macht’s möglich. Denn er erlaubt aktuell jedem Sparer pro Jahr, 1000 Euro an Einnahmen aus Kapitalanlagen steuerfrei einzustreichen. Das ist der sogenannte Sparerpauschbetrag.
Wer mit Wertpapierhandel Gewinne einfährt, Dividenden einstreicht und Zinsen durch Tages- und Festgeldkonten erhält, hat den Betrag schnell aufgebraucht. Wer jedoch größtenteils nur thesaurierende Fonds bespart, die alle Ausschüttungen direkt reinvestieren, schöpft den Pauschbetrag mitunter nicht jedes Jahr aus – und verschenkt Rendite. Denn der ungenutzte Freibetrag verfällt zu jedem Jahresende.
Das Handelsblatt hat mithilfe der Onlinebank Comdirect exemplarisch für ein Portfolio mit einem ETF auf den MSCI World ausgerechnet, was es bringt, jedes Jahr Gewinne aus seinem Wertpapierportfolio in Höhe des nicht genutzten Sparerpauschbetrags steuerfrei zu realisieren und direkt wieder anzulegen.
Warum der Steuertrick funktioniert
Wer seine Wertpapiere mit Gewinn verkauft, wird steuerpflichtig. Ist der Sparerpauschbetrag überschritten, wird auf jeden Euro Gewinn 26,38 Cent Abgeltungsteuer inklusive Soli fällig. Aus steuerlicher Sicht ist es für Anleger also besser, wenn der Gewinn möglichst gering ist. Dann muss er auch weniger Steuern zahlen. Die Steuerbelastung lässt sich aber mithilfe eines legalen Tricks senken, sodass am Ende sogar mehr Gewinn beim Anleger ankommt.