Steuererklärung 2023: So vermeiden Sie Steuerhinterziehung
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Frankfurt. Alfons Schuhbeck, Uli Hoeneß, Boris Becker – die Steuersünden der Promis sind weithin bekannt. Aber auch Tausende „normale“ Deutsche begehen Steuerstraftaten und Ordnungswidrigkeiten. Laut einer Statistik des Bundesfinanzministeriums (BMF) wurden in deutschen Finanzämtern im Jahr 2022 rund 45.500 Strafverfahren wegen Steuerstraftaten bearbeitet.
Zudem wurden rund 4200 Bußgeldverfahren mit einer Gesamthöhe von circa elf Millionen Euro abgeschlossen. Steuerfahnder haben weitere 30.000 Fälle bearbeitet. Dabei wurden Mehrsteuern in Höhe von rund 2,4 Milliarden Euro festgestellt und Freiheitsstrafen von insgesamt 1180 Jahren verhängt.
Um Steuersünder zu werden, bedarf es deutlich weniger krimineller Energie, als man gemeinhin erwarten würde. Denn längst nicht alle Steuersünder handeln vorsätzlich. Zwei Expertinnen und ein Experte nennen typische Fallstricke, die jeder kennen sollte, um sich nicht selbst strafbar zu machen.
Einige davon sind speziell für Anleger relevant, denn trotz 25 Prozent Abgeltungsteuer müssen sie sich oft selbst um die korrekte Besteuerung ihrer Erträge kümmern.
Fall 1: Keine Steuererklärung abgeben
Es ist einer der schnellsten Wege zur Steuerhinterziehung: keine Steuererklärung abzugeben, obwohl man es müsste. Schon kleine Veränderungen, etwa der Bezug von Renteneinkünften, Einnahmen aus einer Nebentätigkeit oder einer Vermietung in Höhe mehr als 410 Euro pro Jahr und Lohnersatzleistungen wie Eltern- oder Kurzarbeitergeld, können zur Steuererklärung verpflichten.