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Versicherung Mehr Durchblick im Versicherungsdschungel

Von A wie Auslandsreise bis W wie Wohngebäude: Die Liste der Versicherungen ist lang. Doch längst nicht alle sind nötig. Welche Policen Sie brauchen, wie oft Sie den Bestand checken sollten – und wo Sie sparen können.
31.10.2014 - 06:47 Uhr 2 Kommentare
Verirrt im Versicherungsdschungel? Welche Versicherung sie brauchen und welche nicht. Quelle: Getty Images

Verirrt im Versicherungsdschungel? Welche Versicherung sie brauchen und welche nicht.

(Foto: Getty Images)

Düsseldorf Ob Reise oder Gepäck, Ausbildung oder Beruf, Brille oder Handy, Haus oder Auto, Tod oder Unfall, Krankheit oder Pflege im Alter, Wintergarten oder Zähne: Die Liste potenzieller Dinge, die Privatleute versichern könnten, ist lang – und sie könnte noch beliebig fortgeschrieben werden. Auf sage und schreibe 43 unterschiedliche Versicherungen kommt zum Beispiel die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) in ihrem aktuellen Ratgeber „Richtig versichert“.

Dass in einer so imposanten Aufreihung der Durchblick nicht immer leicht fällt, versteht sich von selbst. Doch lohnt sich die Mühe, einmal genauer hinzuschauen. Denn längst nicht alles, was da so angeboten wird, ist für den Privatmann wirklich notwendig.

„Neben der obligatorischen Krankenversicherung am wichtigsten sind die private Haftpflichtversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und, wenn man Familie hat, eine Risikoabsicherung im Todesfall“, weiß Axel Kleinlein, Vorstandssprecher vom Bund der Versicherten (BdV).

Diese drei schützen die elementarsten Bereiche des Lebens: das eigene Vermögen, wenn es darum geht, Schäden von Dritten zu begleichen, die eigene Arbeitskraft als „lebensfinanzierenden Motor“ und das (finanzielle) Wohlergehen der Familie. Auch die Verbraucherzentrale NRW und der Bundesverband der unabhängigen Versicherungsberater (BVVB) stufen diese drei als unabdingbar ein.

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    Ihre Bedeutung wird am besten deutlich, wenn man sich vorstellt, was derjenige riskiert, der sich nicht absichert. Wenn es um die private Haftpflichtversicherung geht, wird oft das Beispiel des Radfahrers genannt, der im Stadtverkehr versehentlich mit einem Fußgänger zusammenprallt – der lebenslange Folgeschäden davonträgt.

    Ohne Haftpflicht müsste der Radfahrer dem Fußgänger den Schaden aus der privaten Tasche ausgleichen; der Anspruch findet sich im Bürgerlichen Gesetzbuch begründet. Bei einem Schaden in Millionenhöhe bedeutet das allerdings: die Privatinsolvenz. Auch Stefan Albers, Präsident des BVVB, warnt: „Wer für den Schaden verantwortlich ist, haftet Dritten gegenüber unlimitiert.“

    Im Falle der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) stellt sich die Sache ähnlich heikel dar. Eine gute BU würde idealerweise einen Großteil des Gehalts bis zur Rente weiterbezahlen, wenn man nach einer Erkrankung nicht mehr in seinem erlernten Beruf arbeiten kann. Wer die BU nicht hat, riskiert dagegen enorme finanzielle Lücken, bis hin zum sozialen Abstieg.

    Risikoleben, Auslandsreiseschutz, Hausrat
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    2 Kommentare zu "Versicherung: Mehr Durchblick im Versicherungsdschungel"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Muss Ihnen zustimmen, wenn man immer diese Artikel über Verbraucher und Versicherungen liest, dann stehen dort meistens Sachen die nicht dem realen Leben entsprechen.

      Wer möchte auch überall einen SB? Die Bevölkerung hat eine VK-Mentalität. Des Weiteren kann ein seriöser Makler dem Kunden auch sehr günstige Verträge mit hoher Absicherung vermitteln. Voraussetzung Er steht von Pools nicht unter Umsatzdruck und agiert selber fair. Der Gesellschaftsvermittler verkauft nur, was seine Vorgaben an Geschäftsplan und Produkten sind.

    • Die wichtigste Versicherung die wir brauchen, ist die für wenig qualifizierten Verbraucherschützer, die Ratschläge erteilen, aber für die Folgen nicht aufkommen müssen.
      Frei nach dem Motto, was intereessiert mich mein Geschwätz von gestern.
      z.B. Hausratversiherung. Ist Otto Normalverbarucher in der Lage seinen Hausrat von heute auf morgen bei einem Totalschaden zu ersetzen? In der Regel hat er noch nicht einmal die Raten bezahlt, die er für seinen Hausstand ausgegeben hat.
      Extremsportler werden in der Unfallversicherung überhaupt nicht zu normalen Bedingungen versichert, also ist das Beispiel völlig falsch. Allerdings der Jugendliche, der durch einen Unfall dauerhaft zu schweren Schaden kommt ist sein Leben lang ein Sozialfall.
      Es muss nicht heißen, die Deutschen sind falsch versichert, sondern viel zu teuer versichert. Bei meiner täglichen Arbeit erlebe ich es immer wieder, dass bei einem besseren Versicherungschutz, einer optimalen Beratung, keine Phrasen dreschen, durchaus Beitragseinsparungen 300- 400 € möglich sind.
      Der Versicherungsnehmer bestimmt letztlich, welche Risiken er absichern will. Nebenbei bemerkt, ich hafte
      für eine falsche Beratung, deswegen kann ich mir es nicht erlauben, so oberflächlich zu handeln.

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