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Zinsrechner 2024Zinsen von Krediten, Darlehen und Geldanlagen berechnen

Anfangskapital, Zinssatz, Laufzeit und Endkapital für Einmalanlagen berechnet der Handelsblatt-Zinsrechner für Sie.Dominik Zubel 04.01.2024 - 10:25 Uhr Artikel anhören

Düsseldorf. Kredite, Darlehen, Baufinanzierungen und Geldanlagen wie Sparpläne haben alle eins gemeinsam: Bei ihnen spielen Zinsen eine Rolle. Letztere können sich nach Anbieter und Produkt jedoch stark unterscheiden. Der Handelsblatt-Zinsrechner verschafft Ihnen einen Überblick über die Zinsen für die unterschiedlichen Bereiche.[--]Element_LARGE[--]

Wie funktioniert der Zinsrechner?

Mit dem Zinsrechner können Sie das Anfangskapital, den Zinssatz, die Laufzeit oder das Endkapital berechnen lassen. Wählen Sie dafür den entsprechenden Punkt auf der rechten Seite im Tool aus.

Füllen Sie nun die freien Felder auf der linken Seite aus. Der Zinsrechner wird Ihnen dann das Ergebnis anzeigen.

Wie berechne ich die Zinsen eines Kredits?

Für die Berechnung der Zinsen sind mehrere Faktoren wie der Kreditbetrag, der Zinssatz und die Laufzeit entscheidend. Die geläufigsten Methoden zur Zinsberechnung sind die einfache Zinsmethode und die effektive Zinsmethode. 

Die einfache Zinsmethode berücksichtigt ausschließlich den ursprünglichen Kreditbetrag. Die entsprechende Formel zur Berechnung der einfachen Zinsen lautet:

  • Zinsen = Kreditbetrag * Zinssatz * Laufzeit

Dabei wird die Laufzeit in Jahren und der Zinssatz als Dezimalzahl angegeben. Das Ergebnis sind die über die gesamte Kreditlaufzeit gezahlten Zinsen.

Die effektive Zinsmethode berücksichtigt dagegen auch die regelmäßigen Zinszahlungen und die Anzahl der Zinszahlungsperioden pro Jahr. Die konkrete Formel kann je nach Kreditart und Zinszahlungsvereinbarung variieren. Die genaue Berechnung des effektiven Zinssatzes kann komplex sein, da sie die Annahme trifft, dass Zinsen reinvestiert oder abgezogen werden.

Neben den Zinsen können Kreditgeber auch verschiedene Gebühren verlangen, zum Beispiel eine Bearbeitungsgebühr. Auf diese zusätzlichen Kosten sollte Sie bei der Bewertung verschiedener Kredite achten, da sie die Gesamtkosten des Kredits erhöhen.

Zinsen eines Darlehens berechnen

Auch zur Berechnung der Zinsen eines Darlehens sind drei Faktoren von Bedeutung. Die Kreditsumme, die Laufzeit und der Zinssatz. Mit der folgenden Formel lassen sich die Zinsen berechnen:

  • Zinsen = Darlehensumme * Zinssatz * Laufzeit

Der Betrag, den Kreditnehmer zurückzahlen müssen, wird als Darlehenssumme bezeichnet. Der Zeitraum, über den das Darlehen abbezahlt werden soll, wird Laufzeit genannt. Der Zinssatz gibt an, welche Kosten dafür anfallen. Dabei wird zwischen einem festen und einem variablen Zinssatz unterschieden. Der feste Zinssatz bleibt während der gesamten Laufzeit konstant. Ein variabler Zinssatz hingegen kann während der Laufzeit fallen oder steigen.

Zinsen eines Sparplans berechnen

Grundsätzlich wird der Zinssatz auf die angesparte Geldsumme angewendet, um die Zinsen zu berechnen. Dabei kann der Zinssatz variabel oder fix sein. Ein fester Zinssatz bleibt während der Laufzeit des Sparplans unverändert, ein variabler Zinssatz hingegen kann während der Laufzeit fallen oder steigen.

Bei einfachen Zinsen wird der Zinssatz auf den ursprünglichen Einlagebetrag angewendet. Bei zusammengesetzten Zinsen werden die im jeweiligen Abrechnungszeitraum verdienten Zinsen dem Kapital hinzugefügt. Der Zinssatz wird dann auf den gesamten Betrag angewendet, also sowohl auf die Einlage als auch die aufgelaufenen Zinsen. Dadurch entsteht der Zinseszinseffekt, der zu einem höheren Gesamtzinsbetrag führen kann. Je länger die Laufzeit, desto stärker wird der Zinseszinseffekt.

Zinsen einer Baufinanzierung berechnen

Die Zinsen einer Baufinanzierung berechnen sich aus verschiedenen Faktoren, darunter die Darlehenssumme, der Zinssatz, die Laufzeit und die Tilgungsrate. Je nach den individuellen Bedingungen und Vereinbarungen mit der Bank oder dem Finanzinstitut kann die genaue Berechnung variieren. 

Der Betrag, den Sie für den Kauf oder Bau einer Immobilie leihen, bezeichnet man als Darlehenssumme. Der Zinssatz gibt an, wie viel Prozent Zinsen Sie auf das Darlehen zahlen müssen. Auch dabei wird zwischen einem festen und einem variablen Zinssatz unterschieden. Der feste Zinssatz bleibt während der gesamten Laufzeit konstant. Ein variabler Zinssatz hingegen kann sich je nach Marktbedingungen ändern. 

Der Teil der Darlehenssumme, den Sie monatlich zurückzahlen, wird Tilgungsrate genannt. Die Tilgungsrate kann entweder konstant bleiben, dann wird sie annuitätische Tilgung genannt. Sie kann sich aber auch im Laufe der Zeit ändern, dann ist von progressiver Tilgung die Rede. Die Laufzeit des Darlehens bezieht sich auf den Zeitraum, in dem das Darlehen zurückgezahlt wird. Je länger die Laufzeit ist, desto höher sind die insgesamt gezahlten Zinsen, da der Grundbetrag länger ausstehend ist. 

Zinsen auf ein Tagesgeldkonto berechnen

Auf Tagesgeldkonten können Sie Ihr Geld für einen flexiblen Zeitraum anlegen. Anhand des Zinssatzes und des angelegten Betrags werden die Zinsen auf einem Tagesgeldkonto berechnet. Dabei wird der Zinssatz von der Bank festgelegt. Auch hier kann der Zinssatz entweder fest oder variabel sein. In der Regel erfolgt die Zinsberechnung auf einem Tagesgeldkonto täglich. 

Der Zinssatz wird also auf den täglich verfügbaren Betrag angewendet. Die Zinsen werden dann häufig jährlich oder monatlich gutgeschrieben und dem Konto hinzugefügt. Je höher der Zinssatz und das angelegte Kapital, desto mehr Zinsen vereinnahmt man. Die Zinssätze sind von Bank zu Bank unterschiedlich.

Anfangskapital mit dem Zinsrechner ermitteln

Das Anfangskapital ist das Geld, das Sie zu Beginn eines Investments investieren. Planen Sie Ihr Geld anzulegen, um ein bestimmtes Ziel – Endkapital – zu erreichen, kann Ihnen der Zinsrechner dabei helfen.

Ein Beispiel: Sie haben ein Angebot bekommen, Ihr Geld mit Zinsen anzulegen. Sie kennen den Zinssatz und die Laufzeit. Das Endkapital setzt sich dabei aus dem Anfangskapital und der Rendite zusammen. Die Rendite ist in diesem Fall Ihr Gewinn, der durch die Verzinsung erwirtschaftet wird.

Nachdem Sie Ihr Sparziel oder Endkapital festgelegt haben und alle weiteren Parameter in den Zinsrechner eingegeben haben, können Sie die Höhe Ihres Anfangskapitals ermitteln, womit Sie Ihr Sparziel erreichen.

Zinssatz mit dem Zinsrechner berechnen

Der Zinssatz wird meist in Prozent pro Jahr angegeben. Er gibt an, wie viel Prozent Zinsen Sie pro Jahr auf Ihr Kapital erhalten.

Beispiel: Der Zinssatz beträgt zwei Prozent. Ihr Kapital beträgt 10.000 Euro. Das bedeutet, Sie erhalten zwei Prozent Ihres Kapitals als Gewinn nach einem Jahr. Zwei Prozent von 10.000 Euro sind 200 Euro. Nach einem Jahr haben Sie damit 200 Euro an Zinsen erhalten. Ihr Kapital beträgt dann 10.200 Euro. 

Sie können mit dem Zinsrechner ausrechnen, wie hoch der Zinssatz für Ihre persönliche Situation sein muss. Dafür benötigen Sie eine Vorstellung, wie hoch Ihr Anfangs- und Endkapital sein soll. Haben Sie dann eine konkrete Zeitspanne, in der dies geschehen soll, können Sie den Zinssatz berechnen.

Laufzeit mit dem Zinsrechner berechnen

Die Laufzeit einer Geldanlage gibt an, über wie viele Monate oder Jahre Ihr Anfangskapital angelegt werden soll.

Die benötigte Laufzeit, um ein bestimmtes Endkapital zu erreichen, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab. Zum einen vom Anfangskapital, zum anderen vom Zinssatz. Je höher Anfangskapital und Zinssatz sind, desto schneller wird das angestrebte Endkapital erreicht.

Beispiel: Sie können Ihr Geld mit einem Zinssatz von 1,8 Prozent anlegen. Sie verfügen über 50.000 Euro als Anfangskapital und möchten ein Endkapital von 70.000 Euro erreichen. Dann würden Sie, unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts, Ihr Sparziel nach 18,86 Jahren erreichen. Zum Vergleich: Mit einem Zinssatz von 2,5 Prozent würden Sie Ihr Sparziel bereits nach 13,62 Jahren erreichen.

Was ist der Zinseszins?

Wird der Gewinn, der durch die Verzinsung zustande gekommen ist, zum Anfangskapital hinzuaddiert und in der nächsten Periode mitverzinst, erhält man Zinsen auf Zinsen, den sogenannten Zinseszins.

Beispiel ohne Zinseszins:

Sie legen 10.000 Euro für fünf Jahre mit 2,1 Prozent Zinsen pro Jahr an. Nach einem Jahr haben Sie 210 Euro Zinsen verdient. Im darauffolgenden Jahr erhalten Sie erneut 210 Euro. Nach fünf Jahren haben Sie allein durch die Verzinsung 1050 Euro verdient. Der Gewinn durch die Verzinsung wurde aber nicht mitverzinst. Das Endkapital beträgt nach fünf Jahren 11.050 Euro.

Beispiel mit Zinseszins:

Sie legen 10.000 Euro für fünf Jahre mit 2,1 Prozent Zinsen pro Jahr an. Nach einem Jahr haben Sie, wie im ersten Beispiel, 210 Euro Zinsen verdient. Diese 210 Euro werden aber nun mitverzinst. Das bedeutet, Sie erhalten 2,1 Prozent Zinsen nicht nur auf Ihr Anfangskapital von 10.000 Euro, sondern ebenfalls auf Ihre Zinsgewinne. Im zweiten Jahr werden also 10.210 Euro verzinst. Der Zinsgewinn beträgt nach dem zweiten Jahr 214,41 Euro. Nach fünf Jahren haben Sie allein durch die Verzinsung 1.095,04 Euro verdient. Das Endkapital beträgt nach fünf Jahren 11.095,04 Euro.

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Dieser Artikel erschien bereits am 25.07.2023. Der Artikel wurde erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert. 

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