Gastbeitrag: Die Bedeutung von Leadership-Prinzipien für die Zukunft des Gesundheitswesens
Tobias Krick ist Gründer und Geschäftsführer des Innovationsnetzwerkes Healthcare iNNK, welches innovative Akteure aus der Gesundheitswirtschaft vernetzt, um die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen. Zudem ist er Gründer und Co-Geschäftsführer des Purpose-Unternehmens „Unboxing Healthcare“, Gastgeber des Podcasts „Healthcare out-of-the-box“, Autor und Herausgeber in verschiedenen Fachzeitschriften und Büchern sowie aktiver Teil der Healthcare-Community und des Health-i Boards. Er ist promovierter Gesundheitswissenschaftler und war zuvor sechs Jahre Teil des vom BMBF geförderten „Cluster Zukunft der Pflege“. Krick setzt sich auf allen Ebenen für mehr sinnvolle Innovation im Gesundheitssektor ein und fordert insbesondere ein „out-of-the-box“-Denken und mehr gegenseitige Wertschätzung.
Foto: PRIm Jahr 2024 stehen wir an der Schwelle zu neuen Möglichkeiten und müssen die richtigen Leadership-Prinzipien anwenden, um das Gesundheitssystem nachhaltig zu verbessern. Um die Zukunft des Gesundheitswesens zu gestalten, müssen Führungskräfte eine klare Vision für eine patientenzentrierte, effiziente und zugängliche Gesundheitsversorgung entwickeln. Visionäre Führung inspiriert nicht nur das Team, sondern schafft auch einen klaren Leitfaden für Innovationen und Fortschritt. Im Jahr 2024 sollten Führungskräfte mutig neue Wege erkunden und die digitale Transformation als Mittel zur Verbesserung von Diagnose, Behandlung und Patientenerfahrung vorantreiben. Visionäre Führungskräfte sind dabei stets authentisch, transparent und konsistent in ihren Handlungen. Sie führen dadurch besonders effektiv, dass sie nicht nur Anweisungen geben, sondern auch die Werte und Standards verkörpern, die sie von ihrem Team erwarten.
Führung mit dem Kopf und mit dem Herz
Eines ist klar: Gesundheitsversorgung kann nicht erfolgreich sein, wenn sie nicht auf den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten basiert. Führungskräfte müssen daher Empathie in den Mittelpunkt ihrer Entscheidungsfindung stellen. Sie sollten dabei sicherstellen, dass Technologien und Innovationen dazu dienen, die Patientenversorgung zu verbessern, anstatt zu einer Entfremdung beizutragen.
Die besten Führungskräfte schaffen zudem eine Balance zwischen ökonomisch-rationaler Entscheidungsfindung und empathisch-moralischen Vorgehensweisen. Sein eigenes Team auf einer emotionalen Ebene abzuholen, statt sie nur wie ein stets funktionales Uhrwerk zu betrachten, gehört zu einer modernen Führung dazu.
Kontinuierliche Weiterbildung und Entwicklung der eigenen Fähigkeiten
Lebenslanges Lernen ist unerlässlich. Führungskräfte im Gesundheitswesen müssen ihre Teams dazu ermutigen, sich kontinuierlich weiterzubilden und am Puls der Zeit zu bleiben. Im Jahr 2024 sollten wir auf eine kollaborative Lernkultur setzen, die den interdisziplinären Austausch von Wissen und die Förderung von Innovationen unterstützt. Führungskräfte sollten auch hier mit dem besten Beispiel vorangehen und durch kontinuierliches Lernen und Wachstum ihre eigenen Fähigkeiten verbessern und ihr eigenes Potenzial ausschöpfen.
Insgesamt müssen Führungskräfte im Gesundheitswesen im Jahr 2024 also eine proaktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft übernehmen. Durch visionäre Führung, Empathie, interdisziplinäre Zusammenarbeit, technologische Integration und kontinuierliche Weiterbildung können wir eine nachhaltige und effektive Gesundheitsversorgung schaffen.