Dax-Vorstand: Fünf Menschen verraten ihre Erfolgsstrategien
Düsseldorf. Viele wollen es, aber nur wenigen gelingt es: Bis in den Vorstand eines der 40 Dax-Konzerne aufzusteigen. Die fünf Topmanager Manfred Knof (Commerzbank), Stephanie Coßmann (Symrise), Thomas Saueressig (SAP), Harm Ohlmeyer (Adidas) und Elisabeth Staudinger (Siemens Healthineers) haben es jeweils auf ihre Weise geschafft – und doch sind ihre Karrierewege in vieler Hinsicht auch typisch.
Eines haben alle gemeinsam: Durchhaltevermögen. Knapp 22 Jahre dauert der Weg vom Berufsstart bis in den Vorstand im Schnitt. Und wer oben angekommen ist, muss sich täglich beweisen, um dort auch zu bleiben.
Wie die fünf Vorstände und Vorständinnen dem Druck in ihren Toppositionen standhalten, wie sie auf ihren Aufstieg zurückblicken und welche Tipps sie aufstrebenden Managerinnen und Managern geben würden, haben sie dem Handelsblatt verraten.
1. Manfred Knof, der promovierte Jurist: „Man muss bereit sein zu springen“
Dass Manfred Knof sich nicht gern mit der zweiten Reihe zufriedengibt, war schon früh klar. Als Jugendlicher spielte er Handball, trainierte täglich, schaffte es bis in die zweite Bundesliga. „Mein Vater war Nationaltorwart in der DDR, insofern wurde mir der Handball in die Wiege gelegt“, sagt er. Doch mit 23 machten die Knie nicht mehr mit – und Knof musste erkennen, dass andere besser waren. Also schwenkte er um und schlug eine Karriere im Management ein. Nach Stationen bei der Allianz und der Deutschen Bank stieg er bis zur Spitze der Commerzbank auf.