Spielwarenhersteller: Gründerin Verena Pausder verlässt die Haba Digitalwerkstätten
Die bisherige Geschäftsführerin wechselt in den Beirat der Haba Digital GmbH als Vorsitzende.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Es war irgendwann im Februar 2016, als Verena Pausder bewusst wurde, dass digitale Bildung in der Schule momentan noch überhaupt keinen Stellenwert hat. Pausder hat selbst Kinder im Grundschulalter und wurde einfach das Gefühl nicht los, dass es sicher auch noch dauern würde, bis das Thema ganzflächig integriert sei.
Also dachte sich die 40-jährige Bielefelder Unternehmertochter: „Solange können wir nicht warten, dann mache ich es einfach selbst“, wie Pausder erzählt. Sie überzeugte den Spielehersteller Haba von ihrer Idee, der Ende 2014 die Mehrheit an ihrem Start-up Fox & Sheep übernommen hatte. Geboren war die Haba Digitalwerkstatt, an der sich das traditionsreiche Familienunternehmen aus Bad Rodach mit 89 Prozent beteiligte. Haba gehört mit über 2.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 360 Millionen Euro zu den größten Spieleherstellern Deutschlands.
Im Zentrum des Angebotes stehen Schulkooperationen, in denen gemeinsam mit Lehrkräften digitale Unterrichtsstunden für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren entwickelt werden. Darüber hinaus werden Feriencamps, Kindergeburtstage, Family Workshops und Nachmittagskurse angeboten.