Top-Gehalt, wenige Bewerber: Welche Fachkräfte die Pharmaindustrie 2025 sucht
Berlin. Ob als Data-Scientist, Gentechnikerin oder Pharmazeut: Wer sich für einen Job in der Pharmaindustrie interessiert, hat derzeit gute Chancen. Während etwa Autobauer unter der Transformation ächzen, wird die Pharmaindustrie immer mehr zur Schlüsselbranche.
So zeigte kürzlich eine exklusive Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): Bei den Investitionssummen, dem Produktionswert und der Zahl der Beschäftigten wuchs die Pharmabranche nach der Finanzkrise 2008/09 deutlich stärker als die Autobranche.
Zwar ist die Zahl der Stellenangebote etwas zurückgegangen, laut dem Jobportal Indeed sind derzeit aber immer noch fast 50 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als vor Beginn der Coronapandemie. Und die sind nicht leicht zu besetzen. „Auch die Pharmaindustrie leidet unter einem akuten Fachkräftemangel“, sagt Max Kraft, Inhaber der auf Pharmaunternehmen spezialisierten Personalberatung Pates.
Dabei gilt die Pharmabranche als äußerst lukrativ. In Gehaltsrankings belegt sie regelmäßig die vorderen Plätze. Etwas mehr als 13 Prozent der Beschäftigten in Pharmaunternehmen verdienen über 100.000 Euro brutto im Jahr, zeigt eine Auswertung der Stellenbörse Stepstone – nur bei Banken ist dieser Anteil noch höher.
Warum aber bleiben die Bewerber aus, obwohl das Gehalt hoch und die Stellensituation gut ist? In welchen Bereichen werden die meisten Fachkräfte gesucht? Und was muss man mitbringen?