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Kommentar Bei den Corona-Maßnahmen muss 2021 das Jahr der Erkenntnisse statt der Wahlkämpfe werden

Seit Beginn der Pandemie regiert die Jo-Jo-Politik, eine langfristige Strategie fehlt. Bundesregierung und Landeschefs sollten das schleunigst ändern.
04.01.2021 - 08:01 Uhr 1 Kommentar
Wann ist normales Leben trotz Pandemie wieder möglich? Quelle: dpa
Radfahrer vor einem geschlossenen Geschäft in Frankfurt.

Wann ist normales Leben trotz Pandemie wieder möglich?

(Foto: dpa)

Gesundheitsminister Jens Spahn und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder überbieten sich gleich zu Beginn des neuen Jahres wieder mit Vorschlägen, wie sie im Kampf gegen das Coronavirus das gesellschaftliche Leben weiter lahmlegen. Nach dem freudlosen Weihnachtsfest und einer Silvesterparty als Dinner for One verbreiten sie am Dreikönigstag nicht etwa die frohe Kunde, dass der Spuk allmählich ein Ende hat, dass die Erkenntnis wächst oder gar das Wissen darüber besteht, welche Maßnahmen wie helfen, das Virus einzudämmen.

Nein, es funkelt kein helles Licht am Firmament, das den Weg weist. Kleinkinder und Schüler sollen zu Hause bleiben, anstatt mit ihresgleichen unter vernünftigen Hygienebedingungen das Miteinander und vieles darüber hinaus zu lernen – und zu genießen; wohl wissend, wer da mit wem konkret Kontakt hat.

Stattdessen wird die Vereinzelung auch 2021 zum Prinzip erhoben, wird Angst geschürt und moralisiert, was das Zeug hält. Allerdings nicht mit Blick auf all jene, die neben den Toten durch politischen Maßnahmen Schaden nehmen.

Dazu gehören Familien, die nicht wissen, wohin mit den Kindern, wenn nun auch noch über den 10. Januar hinaus Schulen und Kitas geschlossen bleiben. Dazu gehören auch alte Menschen, die zu Hause vereinsamen, arbeitslose Künstler, Studierende und andere, die eigentlich mit Minijobs ihren Lebensunterhalt aufbessern – und und und.

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    Man wünschte, dass Jahr 2021 wäre das Jahr der Erkenntnisse und weniger das Jahr der Wahlkämpfe. Seit Beginn der Pandemie regiert die Jo-Jo-Politik, gibt es keine Strategie, die über das Starren auf die Infektionszahlen hinausgeht. Mal wird hier, dann dort zugesperrt und ansonsten auf den Impfstoff gehofft. Ist er da, offenbart sich wieder das Chaos, bleiben Lieferungen aus, zeigt jeder mit dem Finger auf den anderen, anstatt in die Hände zu spucken und endlich seine Arbeit zu erledigen. Schuld sind gerne die anderen.

    Im Sommer hatte alle Welt erwartet, dass die Regierenden sich auf den Herbst und Winter vorbereiten, jene Zeit, in der sich Menschen erkälten und im Zweifel anstecken. Leider ist nicht viel passiert, wie Eltern allein dieser Tage in den Schulen erleben. Dabei wissen alle: Wir müssen mit Zoonosen wie dem aktuellen Virus leben. Etliche davon gibt es bereits, weitere werden folgen, solange wir unsere Welt rücksichtslos ausbeuten.

    Auf diese, nicht neue Erkenntnis muss endlich eine langfristige Antwort in der internationalen Politik folgen. Kurzfristig gibt es hier genug zu tun, müssen Warnungen über Pandemien ernst genommen und das Gesundheitswesen krisenfest gemacht werden – Wahlen hin oder her. Lange wird eine Politik auf Kosten der Gesellschaft nicht goutiert.

    Mehr: Eine Woche nach Corona-Impfstart in Deutschland – Wo es noch ruckelt und warum.

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Bei den Corona-Maßnahmen muss 2021 das Jahr der Erkenntnisse statt der Wahlkämpfe werden"

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    • In der Politik und in der Gesellschaft zeigt sich mir, das jeder genau weiß was der andere tun muss. Verantwortlich für mein Leben bin ich selbst. Für unseren Politikern würde ich mir ein selbstständiges Denken aller wünschen, für was haben wir sonst 709 Abgeordnete im Bundestag?

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