Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Bodenwertzuwachs: Die SPD denkt sich eine Steuer ohne Konzept aus

Die SPD hat die Debatte über eine neue Steuer angestoßen. Der Vorstoß ist völlig undurchdacht. Es wäre eine weitere Gängelung in der Wohnungs- und Baupolitik.
06.01.2020 - 15:46 Uhr Kommentieren
Der Bundesvorsitzende der SPD will Grundeigentümer bei starken Wertsteigerungen ihrer Grundstücke zur Kasse bitten. Quelle: dpa
Norbert Walter-Borjans

Der Bundesvorsitzende der SPD will Grundeigentümer bei starken Wertsteigerungen ihrer Grundstücke zur Kasse bitten.

(Foto: dpa)

Die Sozialdemokraten sind unter ihrer neuen Führung erkennbar bemüht, Flagge zu zeigen – wirken damit aber ziemlich überfordert. Beispiel Tempolimit: Über den Ruf der SPD nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung wurde zwar viel diskutiert, doch politisch war der Vorstoß von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Der Koalitionspartner Union ist dafür zumindest in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu gewinnen.

Irgendwann in den letzten Tagen ist die SPD dann auf die Idee gekommen, ihre bereits auf dem Parteitag im Dezember erhobene, aber bislang wenig beachtete Forderung nach einer sogenannten Bodenwertzuwachssteuer noch einmal ins Gespräch zu bringen. Per Interview erklärte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans, der extreme Wertzuwachs von Grund und Boden in Deutschland solle ein Stück weit abgeschöpft werden. Weitere Erklärungen? Fehlanzeige.

Statt alles daranzusetzen, eine neue Dynamik beim Bau neuer Wohnungen auszulösen – etwa Erleichterungen bei Bauanträgen durchzusetzen und das Tempo bei den Genehmigungen zu erhöhen –, denkt sich die SPD eine neue Steuer aus, der darüber hinaus kein durchdachtes Konzept zugrunde liegt.

Erst nach massiver Kritik präzisierte Walter-Borjans seine Vorstellungen – oder ruderte schlichtweg zurück. So denkt die SPD angeblich nur an eine einmalige Besteuerung von Grundbesitzern, die ohne eigenes Zutun durch die Umwidmung von Flächen mitunter von erheblichen Wertsteigerungen profitieren. Eine Dauerbelastung von Haus- oder Wohnungseigentümern, die das Zeug hätte, ein für viele Menschen wichtiges Element der Altersvorsorge zu torpedieren, ist mit der Steuer wohl nicht gemeint.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Doch die für die SPD unsägliche Debatte ist damit nicht gestoppt. Viele Menschen haben zweierlei abgespeichert: Erstens, dass die Sozialdemokraten mit neuer Führung neuen Steuern nicht abgeneigt sind. Zweitens, dass es mit der SPD kein Ende der Gängelung in der Wohnungs- und Baupolitik geben wird.

    Mehr: Seit zehn Jahren steigen die Immobilienpreise in Deutschland. Viele warnen vor einer Blase und kräftigen Preiseinbrüchen. Doch so einfach ist es nicht.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Bodenwertzuwachs: Die SPD denkt sich eine Steuer ohne Konzept aus
    0 Kommentare zu "Kommentar: Bodenwertzuwachs: Die SPD denkt sich eine Steuer ohne Konzept aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%