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Kommentar Die Bundesregierung darf keine falschen Hoffnungen bei Urlaubern und Reisebranche wecken

Mit der Entscheidung der Bundesregierung, die Reisewarnung zu verlängern, fällt auch die Sommerurlaubssaison der Pandemie zum Opfer. Dieser Schritt ist trotzdem richtig.
29.04.2020 - 17:35 Uhr Kommentieren
Die Bundesregierung hat ihre pauschale Reisewarnung  bis zum 14. Juni verlängert. Quelle: dpa
Urlaub

Die Bundesregierung hat ihre pauschale Reisewarnung bis zum 14. Juni verlängert.

(Foto: dpa)

Es war ein logistischer Kraftakt: Fast eine Viertelmillion deutsche Touristen, die über den Erdball verstreut waren, hat das Auswärtige Amt in den vergangenen Wochen in die Heimat geflogen. Im Kellergewölbe des Außenministeriums, hinter den schweren Tresortüren, die einst die Schätze der Reichsbank schützten, war der Krisenstab pausenlos im Einsatz.

Man muss sich das kurz in Erinnerung rufen, um die Entscheidung einzuordnen, die das Kabinett am Mittwoch getroffen hat: Die pauschale Warnung vor Reisen ins Ausland wird bis zum 14. Juni verlängert.

Nach den Osterferien fällt damit auch der Pfingsturlaub der Corona-Pandemie zum Opfer. Wie es im Sommer weitergeht, will die Bundesregierung erst später entscheiden. Aber Außenminister Heiko Maas hat vorsorglich schon wissen lassen: Eine normale Saison „mit vollen Strandbars und vollen Berghütten“ könne es nicht geben.

Keine Frage, die Folgen der Reisewarnung sind dramatisch. Für die Reisebranche in Deutschland. Und für die vielen Länder, deren Wirtschaft vom Tourismus abhängt. Dennoch ist die Entscheidung richtig. Die Regierung darf keine falschen Hoffnungen wecken.

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    Die EU hat ihre Außengrenzen geschlossen, auch innerhalb des eigentlich grenzfreien Europas wurden die Schlagbäume runtergelassen. Solange das Virus grassiert und die Gefahr einer zweiten Infektionswelle besteht, gibt es keine Rückkehr zur Normalität. Die Einschränkungen werden sich nur langsam und schrittweise aufheben lassen. Das Motto „Wir bleiben zu Hause“ wird noch länger gelten.

    Die Regierung muss die Tourismusbranche daher finanziell stützen. Sonst droht eine Insolvenzwelle, viele Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Vorschläge für einen Hilfsfonds liegen auf dem Tisch. Auch hier sollte die Koalition rasch Klarheit schaffen. Aber auch die Kunden können der Branche helfen. Etwa, indem sie Gutscheine akzeptieren, statt auf der Erstattung ihrer gebuchten Reisen zu beharren.

    Mehr: Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller zeigt Verständnis für die Entscheidung der Bundesregierung. Aber Reisende müssten ihr Geld zurückbekommen.

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