Kommentar: Die drastisch steigende Zahl von Infizierten in den USA macht Anlegern Angst
Der Anstieg der Covid-19-Zahlen könnte die Börsen belasten.
Foto: APMünchen. Es ist eine Zahl, die Anleger aufschrecken lässt. In den USA ist die Zahl der an Covid-19 Erkrankten innerhalb von drei Tagen um jeweils mehr als 50.000 Neuinfizierte gestiegen. Das macht Anlegern zu Recht Angst.
Die Zahl steht in Kontrast zu einer anderen, die gerade Hoffnung verbreitete: Im Juni wurden in den USA 4,8 Millionen neue Stellen geschaffen, rund 60 Prozent mehr als von den Experten erwartet. Angst und Hoffnung liegen eng beieinander.
Dass es sich bei der Zahl der Neuinfizierten jenseits des großen Teichs lediglich um eine Momentaufnahme in einem langfristig deutlich niedrigeren Trend handelt, ist nicht zu erwarten. Eher dürfte das Gegenteil der Fall sein.
Als am Wochenende der amerikanische Unabhängigkeitstag gefeiert wurde, stürmten die Menschen in Massen an Strände und in Parks. Eine Vielzahl davon ohne Schutzmaske.
Nicht wünschenswert, aber durchaus denkbar ist deswegen folgendes Szenario: Weil die Zahl der mit Covid-19 neu Infizierten weiter steigen wird, dürften neuerliche Einschränkungen kaum vermeidbar sein.
Das drückt auf die wirtschaftliche Stimmung und lässt die Arbeitslosenzahlen in den USA erneut steigen. Die Folge wäre eine spürbare Abkühlung der guten Börsenstimmung. Noch ist es ein Szenario, unrealistisch ist es nicht.