Kommentar: Die Zukunft des Smartphones kommt ausgerechnet von Meta

Wo lesen Sie diesen Text gerade – auf dem Smartphone? Der Durchschnittsamerikaner verbringt über viereinhalb Stunden pro Tag am Handy. Seit der Vorstellung des iPhones 2007 sind Handys mit Touchscreen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Fast genauso lang machen sich Ingenieure schon Gedanken darüber, was danach kommen könnte. Denn kleine Kästen, über denen wir täglich stundenlang kauern, sind natürlich nicht die bestmögliche Technologie.
Klar, Smartphones sind praktisch: Man kann in der Bahn E-Mails erledigen. Viel zu oft aber nutzen wir die Minicomputer nicht produktiv, sondern verlieren uns in Apps, im „Doom-Scrolling“ genannten Endlos-Modus von Instagram, Facebook und Co.
Wie unnatürlich das ist, zeigt ein Blick zurück: Die älteste Kulturtechnik ist das Erzählen. Doch statt unseren Mitmenschen von unserem Leben zu erzählen, zeigen wir es im Internet, während wir in der Realität in unseren Smartphones verschwinden und uns isolieren. Unser Blickfeld liegt quer, wie im Kino, schließlich haben wir zwei Augen. Doch unser Smartphone halten wir meist hochkant, damit die Box auch in eine Hand passt.