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Kommentar Eine Airline-Fusion am Golf ist überfällig

Die Flugzeuge am Boden, die Aussichten trübe: Für Emirates und Etihad sind die Zeiten rasanten Wachstums vorbei. Ein Zusammenschluss ergibt daher Sinn.
21.05.2020 - 13:19 Uhr Kommentieren
Vor 2023 sehen die Airlines keine volle Rückkehr der Fluggäste. Quelle: Bloomberg
Geparkte Emirates-Flugzeuge in Dubai

Vor 2023 sehen die Airlines keine volle Rückkehr der Fluggäste.

(Foto: Bloomberg)

Eine gute Nachricht hat dieser Tage die trübe Aussicht für die bisher so aggressiv gewachsenen Fluggesellschaft am Golf übertüncht: Erstmals ist eine Maschine von Etihad Airways in Israel gelandet – um Hilfsgüter gegen die Coronakrise nach Palästina zu liefern. Die arabischen Staaten boykottierten Israel bisher weitflächig.

Doch wer hinter die positive Meldung schaut, sieht „bad news“: Etihad steckt tief in der Krise, die meisten Flieger stehen am Boden, Hunderte der gut 20.000 Jobs werden abgebaut. Denn vor 2023 sehen weder Etihad noch der große Rivale aus dem kleinen Nachbaremirat Dubai, Emirates, eine volle Rückkehr der Fluggäste.

Die Drehkreuze am Golf — sie drehen nicht, sie stehen, die Flieger grüßen nicht die Sonne. Die Chefs der beiden bisher äußerst selbstbewussten Airlines haben kürzlich davor gewarnt, 85 Prozent der Fluggesellschaften weltweit könnten in die Pleite rutschen.

Deshalb bietet sich nun an, was beide Golf-Carrier seit Jahren ablehnen: eine Fusion. Emirates ist sicher die stärkere Marke, Etihad hat schon vor der Pandemie seit 2016 5,6 Milliarden Dollar verbrannt – zumeist wegen gescheiterter und extrem durch Abschreibungen belastete Beteiligungen wie an Air Berlin, Alitalia, der indischen Jet Airways und Serbiens JAT.

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    Allein die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben vier Fluggesellschaften. Und Dubai und Abu Dhabi liegen zu dicht beieinander, um nach der Coronakrise wieder schnell und ökonomisch sinnvoll operieren zu können. Wenigstens die beiden großen Fluggesellschaften aus den VAE sollten zusammengelegt werden. Durchaus vorhandene Synergien und das endgültige Begraben der Fehler der Vergangenheit könnten einen als Weltmarktführer fähigen Konzern entstehen lassen.

    Die Egos der Herrscher von Dubai und Abu Dhabi machen eine Fusion jedoch schwierig. Und Emirates aus dem kleineren Dubai ist ganz eindeutig der stärkere Partner. Abu Dhabi ist aber das deutlich mächtigere und reichere Emirat.

    Mehr: Emirates erwägt das Aus der A380-Flotte

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