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KommentarEs wäre fatal, wenn die Fusion von Provinzial-Versicherern scheitern würde

Der rheinische Ableger der Sparkassen-Versicherer und die Provinzial Nordwest planen eine Verschmelzung. Dieser Schritt wäre ein wichtiges Signal.Carsten Herz 19.01.2020 - 10:38 Uhr

Die Versicherungs-Struktur der Sparkassen ist zersplittert.

Foto: dpa

Frankfurt. Ein Schnellschuss sieht anders aus. Bereits im Herbst 2018 haben die Sparkassen-Versicherer Provinzial Nordwest und die kleinere rheinländische Provinzial aus Düsseldorf eine Absichtserklärung unterschrieben, die beiden Institute zu verschmelzen.

Doch die Verhandlungen verlaufen seither zäher als gedacht. Die größten Widerstände scheinen nun zwar beiseite geschoben, heißt es. Doch noch immer wird hinter den Kulissen gerungen.

Ein Scheitern der Gespräche auf den letzten Metern wäre jedoch fatal – und für das Sparkassenlager das falsche Zeichen. Denn auch die erwogene Partnerschaft der öffentlich- rechtlichen Bankhäuser Deka und Helaba kommt kaum vom Fleck.

Ein Zusammenschluss der beiden Provinzialversicherer könnte deshalb ein wichtiges Zeichen setzen - und Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis zu einem Achtungserfolg verhelfen.

Denn kaum jemand, der sich mit der Versicherungsbranche beschäftigt, bezweifelt, dass die zersplitterte Struktur der Sparkassen-Versicherer aus der Zeit gefallen ist. Gerade die Digitalisierung und die wachsenden Ansprüche durch das neue Regelwerk Solvency II erfordern hohe Investitionen, die sich leichter in großen Einheiten stemmen lassen. Dennoch scheiterte ein Anlauf zur Fusion bei der Provinzial Nordwest bereits vier Mal.

Wie groß die Skepsis auch dieses Mal wieder ist, zeigt, dass erst im November der Kieler Landtag lautstark für den heimischen Standort trommelte. Provinzial-Nordwest-Chef Wolfgang Breuer tut deshalb jetzt gut daran, mit einem neuen Tarifvertrag die größten Sorgen zu nehmen.

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Dennoch kann eine Fusion nur ein Anfang sein. Selbst nach einem Zusammenschluss bleiben noch immer zehn unabhängig operierende Versicherungsgruppen übrig.

Von einer bundesweit einheitlichen Einheit wie die zu den Volksbanken und Raiffeisenkassen zählende R+V-Versicherung sind die Assekuranzen der Sparkassen selbst dann noch weit entfernt.

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