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Kommentar GM-Chefin Mary Barra zielt auf die Tesla-Kunden

General Motors will 20 Milliarden Dollar in elektrische und selbstfahrende Autos investieren. Konzernchefin Mary Barra beweist dabei Realitätssinn.
05.03.2020 - 17:03 Uhr 1 Kommentar
Die GM-Chefin will bis 2025 insgesamt 20 Milliarden Dollar in die Entwicklung von elektrischen und selbstfahrenden Autos investieren. Quelle: dpa
Mary Barra

Die GM-Chefin will bis 2025 insgesamt 20 Milliarden Dollar in die Entwicklung von elektrischen und selbstfahrenden Autos investieren.

(Foto: dpa)

Die ehrgeizigen Pläne zur Elektromobilität zeigen, dass es General-Motors-Chefin Mary Barra ernst meint. Sie will bis 2025 eine Million E-Autos in den USA und China verkaufen und hat für alle Marken neue batteriebetriebene Modelle vorgestellt.

Allerdings ist Barra realistisch genug, zu erkennen, dass E-Autos in den USA zunächst vor allem in den Küstenregionen des Landes gut ankommen – dort, wo der E-Auto-Konkurrent Tesla seine Erfolge feiert.

Barra will bis 2025 insgesamt 20 Milliarden Dollar in die Entwicklung von elektrischen und selbstfahrenden Autos investieren. Außerdem stellte sie für alle Marken des Hauses E-Modelle vor. Das reicht vom Luxus-SUV Cadillac Lyric über den Chevrolet Bolt bis hin zum E-Comeback des Schlachtschiffs Hummer.

Mit einer Reichweite der Batterien von 400 Meilen (knapp 644 Kilometer) würde GM sogar den Elektropionier Tesla übertreffen, dessen Autos bisher auf maximal 390 Meilen kommen.

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    Mit der E-Auto-Offensive will die GM-Chefin in den USA auch die klassischen Märkte des Konzerns verschieben und stärker die Küstenstaaten erobern. General Motors ist mit seinen Chevrolets und GMC-Pick-ups und SUVs bisher vor allem im Herzen der USA stark. Doch Barra weiß, dass das nicht das Zielpublikum für neue Batterie-Autos ist. Der Mittlere Westen will wohl auch noch weiterhin Benziner fahren.

    Das liegt nicht unbedingt daran, dass Amerikaner, die jenseits der hippen Städte wie San Francisco, LA oder New York wohnen, rückwärtsgewandt sind und den Klimawandel leugnen. Es liegt vor allem daran, dass es in großen Teilen des Landes noch kein ausgebautes Netz an Ladestationen gibt. In Regionen, wo die Menschen schon heute manchmal 50 Kilometer zur nächsten Tankstelle fahren müssen, um an Benzin zu kommen, ist ein Elektroauto wenig sinnvoll.

    Barra tut gut daran, ihr elektronisches Augenmerk auf die Küsten zu richten: Dort sitzt das Geld, und die Kunden werden dort mehr margen-trächtige E-SUVs kaufen.

    Mehr: General Motors kündigt große Elektroauto-Offensive an

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    1 Kommentar zu "Kommentar: GM-Chefin Mary Barra zielt auf die Tesla-Kunden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ach je. Der große Konzern GM, nein was sage ich, die gesamte Automobilindustrie: gestern BMW heute GM morgen Mercedes und sowieso VW, zielen auf die Tesla Kunden. Jeder investiert 10 Milliarden in den nächsten Jahren, macht geschätzte 50 Milliarden €, um einen Nischenhersteller 360.000 verkaufte Autos streitig zu machen.
      Dass dabei etwas nicht stimmen kann muss doch jedem auffallen.
      Wenn die Hersteller Tesla sagen dann meinen Sie den gesamten Verbrennerfahrzeugbestand.
      Sie meinen vor allen Dingen ihre eigenen Verbrennungsmotoren, die sie in 5 Jahren nicht mehr verkaufen können. Sie kämpfen darum dass sie ihren eigenen Marktanteil während der Transformation zum Elektromotor zumindest halten oder vielleicht sogar etwas verbessern können. Nur sagen dürfen Sie es nicht denn die Kunden müssen ja noch glauben dass die Zukunft offen ist und einstweilen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor kaufen, bis die Hersteller genug Kapazität aufgebaut haben und ein entsprechendes Angebot feil zu bieten.
      Mit Tesla hat das alles wenig zu tun. Nur insoweit als das Tesla den Weg bereitet hat und gezeigt hat das es geht.

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