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Kommentar Hildegard Müller ist für den VDA-Vorsitz eine exzellente Wahl

Die Autoindustrie muss ihr Verhältnis zur Politik und zu den Bürgern kitten. Der Wechsel an der Spitze des Verbands bietet dazu eine Chance.
27.11.2019 - 16:20 Uhr Kommentieren
Die frühere Staatsministerin Hildegard Müller wird die Leitung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) übernehmen. Quelle: Stefan Finger/laif
Hildegard Müller

Die frühere Staatsministerin Hildegard Müller wird die Leitung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) übernehmen.

(Foto: Stefan Finger/laif)

Früher war das Verhältnis zwischen Politik und Autoindustrie sauber geordnet. Die Branche äußerte über den Verband der Automobilindustrie (VDA) ihre Wünsche, und die Bundesregierung setzte sie um. Dabei war es egal, ob es sich um eine Lockerung von Umweltgesetzen oder um Themen wie ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen handelte.

Diese Zeit aber ist vorbei. Die Politiker in Berlin sind auf Distanz zu der Branche und zum VDA gegangen.

Auslöser dafür ist eine veränderte Bedeutung von Umweltschutz in der Gesellschaft. Die Menschen fürchten den Klimawandel und dessen Folgen. Die Bürger bewegt dieses Thema – und da Bürger Wähler sind, bewegt sich die Politik. In den Programmen von Grünen, SPD, CDU/CSU und FDP ist der Schutz der Umwelt zentraler Bestandteil.

Der nun bevorstehende Wechsel an der Spitze des VDA ist eine Chance, das Vertrauen von Bürgern und Politik in die Autobranche zu restaurieren. Es wird die zentrale Aufgabe der neuen Verbandschefin Hildegard Müller sein. Die 52-Jährige ist mit ihrer Vernetzung, aber vor allem mit ihrer diplomatischen Art eine exzellente Wahl.

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    Sie muss um Vertrauen werben und die Branche auf die neue Zeit einstellen. Zu lange haben die Firmen die Relevanz von Umweltschutz ignoriert und so in der Öffentlichkeit an Glaubwürdigkeit verloren.

    Genau dies kann der wichtigste Wirtschaftszweig dieses Landes nicht gebrauchen. Die Konzerne brauchen das Vertrauen. Denn mit der Umstellung von Öl auf Strom als Antriebsmittel stehen die Autohersteller vor dem größten Umbruch seit Jahrzehnten. Die Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge und die Umstellung der Fabriken auf diese Modelle wird einen dreistelligen Milliardenbetrag in Summe kosten.

    Dieses Geld werden BMW, Daimler und die VW-Gruppe mit ihrer Finanzkraft aufbringen können. Aber sie gehen mit ihren Investitionen auch ins Risiko, da unklar ist, ob die Kunden auch wirklich E-Autos kaufen werden. Einer der größten Hemmnisse ist die mangelnde Ladeinfrastruktur. Die zentrale Frage, vor der die Käufer stehen, lautet: Wo nur werde ich mein Auto mit Strom betanken können?

    Um Lösungen zu finden, brauchen die Autobauer die Politik. Gesetze müssen geändert und Genehmigungsprozesse entschlackt werden, damit neue Ladestationen installiert werden können. Zugleich hofft die Branche auf eine finanzielle Unterstützung durch die Bundesregierung.

    Im Grundsatz hat der Bund sich dazu bereit erklärt, nun aber müssen Taten folgen. Mit der Umsetzung muss die künftige VDA-Chefin demonstrieren, dass die Branche es ernst mit dem Thema Umweltschutz meint.

    Mehr: Mit einem Sparprogramm will sich BMW für die Zukunft rüsten. Bei den Prämien wird gekürzt, für jede neue Stelle muss eine andere abgebaut werden.

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