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Kommentar Pro Sieben Sat 1 bleibt nichts anderes übrig, als in Streaming zu investieren

Der Medienkonzern startet mit „Joyn Plus“ einen eigenen kostenpflichtigen Streamingdienst. Er hat auch keine andere Wahl.
26.11.2019 - 15:56 Uhr Kommentieren
Der Streamingdienst von Pro Sieben Sat 1 startet sein Abo-Angebot. Quelle: dpa
Joyn-App

Der Streamingdienst von Pro Sieben Sat 1 startet sein Abo-Angebot.

(Foto: dpa)

Es wird unübersichtlich für die Konsumenten. Ein Streamingdienst nach dem anderen drängt gerade auf den deutschen Markt. An diesem Dienstag ist nun auch „Joyn Plus“ an den Start gegangen. Mit der Bezahlplattform versucht der Medienkonzern Pro Sieben Sat 1 einen Teil vom boomenden Abo-Geschäft zu ergattern.

Das wird nicht einfach, denn Deutschlands größte private Sendergruppe tritt gegen riesige Konzerne an: gegen Netflix und Amazon, gegen Apple und Google und demnächst auch noch gegen Disney. Vorstandschef Max Conze allerdings hat keine Wahl.

Ihm bleibt gar nichts anderes übrig, als in den Onlinedienst zu investieren. Denn sein Kerngeschäft mit TV-Werbung schrumpft. Die Kunden buchen immer häufiger Internetreklame. Wichtiger noch: Statt den Fernseher einzuschalten, nutzen vor allem Jugendliche vornehmlich das Netz, um Serien und Filme anzuschauen. Wenn er den Nachwuchs nicht verlieren will, muss Conze bei den Streamingdiensten dabei sein.

Der Ex-Chef des Staubsaugerherstellers Dyson kann mit seinen Budgets allerdings nicht mit den US-Anbietern mithalten. Deshalb ist es richtig, sich bei Joyn Plus auf deutsche Inhalte zu konzentrieren. Mit lokalen Formaten kann sich Joyn von den Wettbewerbern aus Übersee absetzen.

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    Es ist auch clever, dass sich Pro Sieben Sat 1 mit Discovery einen finanzkräftigen, international erfahrenen Partner an Bord geholt hat. So muss das im MDax notierte Unternehmen die hohen Investitionen nicht allein schultern.

    Ob sich nennenswert Kunden für Joyn Plus finden, ist offen. Denn es fragt sich natürlich, wie viele Abos sich die Konsumenten hierzulande leisten werden. Schließlich bietet kein Anbieter das volle Spektrum an.

    Wer sich beispielsweise für Fußball interessiert, der kommt um Sky und Dazn nicht herum. Langfristig ist zu erwarten, dass sich Anbieter zusammenschließen. Aber im Moment ist es für Pro Sieben Sat 1 wichtig, das zukunftsträchtige Feld selbst zu besetzen.

    Mehr: Mit Erlebnisgutscheinen ist die Pro-Sieben-Sat-1-Beteiligung Jochen Schweizer groß geworden. Nun lassen sich bei der Marke auch Veranstaltungen direkt buchen.

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