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KommentarTrumps „Big Beautiful Bill“ ist ein Affront gegen die ökonomische Vernunft

Der US-Präsident treibt seine innenpolitische Agenda voran. Er duldet keinen Widerspruch. Aber die Grundrechenarten kann auch Trump nicht außer Kraft setzen.Moritz Koch 02.07.2025 - 20:44 Uhr
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Donald Trump im Weißen Haus: Der Präsident verspricht ein goldenes Zeitalter. Foto: UPI/laif

Im Augenblick seines Triumphs klang Donald Trump beinahe demütig. „Der größte Sieger ist das amerikanische Volk“, schrieb der Präsident der Vereinigten Staaten in einer Onlinebotschaft, nachdem der Senat sein Mammutgesetz für niedrigere Steuern, höhere Verteidigungsausgaben und einen militarisierten Grenzschutz verabschiedet hatte.

Der untypische Anflug von Bescheidenheit war jedoch schnell wieder vorbei, genau genommen nach zwei Absätzen. Dann fand Trump zu seinem gewohnten Hochstapler-Sound zurück. Nichts weniger als ein „goldenes Zeitalter“ versprach er den US-Bürgern.

USA

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Trump hat seinen Willen bekommen. Die Frage ist nun, welche Kosten dafür fällig werden. Nicht nur politisch für seine Partei, die Republikaner. Sondern vor allem ökonomisch. Die „Big Beautiful Bill“ ist ein Schuldenexzess. Die Zukunft wird verpfändet und in der Gegenwart verschleudert. Der Glaube, dass die gewaltigen Steuersenkungen sich durch Wirtschaftswachstum selbst finanzieren, ist nicht nur naiv, er ist gefährlich.

Trumps teure Machtdemonstration

Bevor Trump das Gesetz mit seiner Unterschrift in Kraft setzen kann, muss das Abgeordnetenhaus dem Entwurf noch zustimmen. Das ist noch nicht ausgemacht, gilt aber als wahrscheinlich. Trumps zweite Amtszeit ist bislang eine einzige Machtdemonstration. Er hat seine politischen Gegner ausgeschaltet, die Opposition ist orientierungslos, seine innerparteilichen Kritiker sind verstummt. Auch der oberste Gerichtshof lässt ihn gewähren. Und genau das ist das Problem. Die fehlende Kontrolle des exekutiven Tatendrangs könnte in eine Finanzkrise führen.

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